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Staatsform:
Präsidiale Republik, seit 1822 von Spanien unabhängig.
Präsident: Rafael Correa (2007 - 2011).
Staatsname:
República del Ecuador.
Staatsflagge: Gelb/Blau/Rot mit einem Staatswappen in der
Mitte, bestehend aus Sonne, Kondor, Chimborazo, Río Guayas
u. Dampfschiff.
Staatsgrenzen: Im Norden mit Kolumbien, im Süden u.
Osten mit Perú, im Westen der Pazifische Ozean.
Staatsfläche: Etwa 272.000 qkm (einschl. den Galápagos-Inseln
/ 8.010 qkm), welche in 21 Provinzen unterteilt sind.
Staatssprache: Offiziell Spanisch, im Hochland auch Quechua
(fast 2 Mill. Pers.), in Amazonien wie im nördl. Küstenbereich
noch vereinzelte Stammessprachen (vor allem Shuar im südl.
Oriente).
Währung: US Dollar. US amerikanische Noten und Münzen
sind in Umlauf, zusätzlich eigene, ecuadorianische Münzen
(1, 5, 10, 25 und 50 cents).
Bevölkerung: Die Gesamtbevölkerungszahl beträgt
fast 13 Millionen Einwohner.
Landeshauptstadt ist Quito
(1.8 Mill. Einw.), grösste Stadt ist Guayaquil (2.8 Mill. Einw.,
Überseehafen u. Industriezentrum). Andere bedeutende Städte
sind Machala (450.000
Einw., Bananenumschlaghafen), Manta
(400.000 Einw., Fischereihafen u. Automobilindustrie), Cuenca (350.000
Einw., Kultur- u. Touristenhochburg). Weitere Städte über
100.000 Einw. sind Durán (gegenüberliegende Flusseite
v. Guayaquil), Portoviejo (Manabí / Küste), Santo Domingo
(innere Küste), Ambato (zentrales Hochland), Esmeraldas (nördl.
Küste), Loja (südl. Hochland), Babahoyo (innere Küste),
Quevedo (innere Küste), Milagro (innere Küste), Daule
(innere Küste), Chone (Manabí / Küste), Riobamba
(zentrales Hochland), Ibarra (nördl. Hochland). Etwa 60 % der
Ekuadorianer leben in diesen Ballungsräumen! Der Rest verteilt
sich auf Kleinstädte, Dörfer u. Weiler, wobei ein Drittel
der Gesamtbevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt
ist.
Durchschnittliche Bevölkerungsdichte: 46 Einw. pro qkm.
Wachstumsrate: 2,2 % pro Jahr, wobei etwa 40 % der Bevölkerung
unter 15 Jahre alt ist!
Lebenserwartung: Bei Männern 67 Jahre, bei Frauen 72
Jahre. Analphabetenrate: 10 % (grosses Stadt-Land Gefälle).
Bruttosozialprodukt: Etwa 1.200 USD pro Kopf.
Auslandsschulden: Über 15 Milliarden US-Dollar
.
Inflationsrate: Im Jahresdurchschnitt über 50 % (1988-92).
Arbeitslosenquote: 10-15 % (Unterbeschäftigtenrate etwa
30 %). Arbeitsaktive Bevölkerung: 30 % Universitätsabgänger,
18 % Hauptschulabgänger, 50 % ohne o. nur mit sehr kurzem Schulabschluss.
Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn liegt bei etwa 150 USD
pro Monat!
Gesundheitswesen: Durchschnittl. 12 Ärzte u. 20 Krankenhausbetten
pro 10.000 Einwohner.
Rassenverteilung: 30 % Indianer (hauptsächl. im Hochland
u. Amazonien lebend), 50 % Mestizen u. cholos, 8 % Schwarze, Mulatten
u. zambos, 10 % Weisse, Asiaten u. Araber (darunter auch 5.000 Deutsche,
3.000 Schweizer u. 20.000 Koreaner). Trotz Religionsfreiheit (seit
1904) sind 93 % der Bevölkerung ausschliesslich römisch-katholisch!
Sozialstruktur: Fast 2 % aller Ekuadorianer gehören einer
reichen weissen Oberschicht an. Weitere 10 % sind als wohlhabend
oder zumindest vermögend zu bezeichnen. Zusammen verfügen
diese Familien-Minderheiten über zwei Drittel des gesamten
Nationaleinkommens! Der Mittelschichtanteil wurde in den letzten
Jahren zusehends geringer, und stellt heute gerademal 25 % dar.
Über 60 % der Bevölkerung sind als arm zu bezeichnen,
wovon ein gutes Drittel praktisch unter dem Existenzminimum dahinvegetiert!
Provinzen
im Andenhochland (sierra): Azuay (8.100 qkm, 650.000 Einw, Hauptstadt
Cuenca), Bolívar (4.000 qkm, 200.000 Einw., capital Guaranda),
Cañar (3.100 qkm, 200.000 Einw., cap. Azogues), Carchi (3.600
qkm, 240.000 Einw., cap. Tulcán), Cotopaxi 6.000 qkm, 350.000
Einw., cap. Latacunga), Chimborazo (6.600 qkm, 480.000 Einw., cap.
Riobamba), Imbabura (4.600 qkm, 350.000 Einw., cap. Ibarra), Loja
(11.000 qkm, 500.000 Einw., cap. Loja), Pichincha (13.000 qkm, 2.5
Mill. Einw., cap. Quito), Tungurahua (3.340 qkm, 450.000 Einw.,
cap. Ambato).
An der Küste (costa): El Oro (5.850 qkm, 700.000 Einw.,
cap. Machala), Esmeraldas (15.200 qkm, 450.000 Einw., cap. Esmeraldas),
Guayas (20.500 qkm, 3.6 Mill. Einw., cap. Guayaquil), Los Ríos
(7.200 qkm, 750.000 Einw., cap. Babahoyo), Manabí (19.000
qkm, 1.6 Mill. Einw., cap. Portoviejo).
In Amazonien (oriente): Morona Santiago (25.700 qkm, 100.000
Einw., cap. Macas), Napo (34.000 qkm, 150.000 Einw., cap. Tena),
Pastaza (30.000 qkm, 100.000 Einw., cap. Puyo), Sucumbios (18.300
qkm, 120.000 Einw., cap. Lago Agrio), Zamora Chinchipe (23.000 qkm,
100.000 Einw., cap. Zamora).
Insulare Region Galápagos: (8.010 qkm, 30.000 Einw.,
cap. Puerto Baquerizo Moreno).
Höchste Erhebungen: Chimborazo 6.310m, Cotopaxi 5.897m,
Cayambe 5.790m, Antizana 5.704m, El Altar 5.320m, Illiniza Sur 5.260m,
Sangay 5.230m, Illiniza Norte 5.126m, Carihuayrazo 5.020m, Tungurahua
5.016m, Cotacachi, 4.944m, Sincholagua 4.900m, Quilindaña
4.878m, Guagua Pichincha 4.794m, Corazón 4.788m, Chiles 4.768m,
Rumiñahui 4.712m, Rucu Pichincha 4.698m, Sara Urcu 4.676m,
Imbabura 4.609m.
Grösste Flussysteme: Zum Pazifik hin der Río Guayas
(Zusammenfluss aus Babahoyo u. Daule, grösstes Wassereinzugssystem
der amerik. Pazifikküste), Río Esmeraldas, Río
Cayapas / Santiago, Río Mataje, Río Chone, Río
Jubones. Zum Amazonas hin der Río San Miguel / Putumayo,
Río Aguarico, Río Napo, Río Cononaco / Curaray,
Río Pastaza, Río Santiago (Zusammenfluss aus Zamora,
Paute u. Upano).
Verkehr, Kommunikation & Versorgung: 40.000 km Strassennetz.
965 km Eisenbahnlinien. 2 intern. Flughäfen in Quito u. Guayaquil.
1 Telefon pro 20 Einw., 1 Fernseher pro 12 Einw., 1 Radiogerät
pro 3 Einwohner. Geschätztes hydroelektrisches Strompotential
100.000 Megawatt, genutztes Strompotential über 2.000 Megawatt
(hauptsächl. durch die Staudämme v. Paute u. Agoyan),
wobei landesweite, bis zu 10 Std. anhaltende Stromausfälle
bei ausbleibenden Regenfällen an der Tagesordnung sind. Fast
600 km transekuadorianische Öl-Pipeline, vom Oriente über
die Anden hinweg bis zur Raffinerie in Esmeraldas (Küste).
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