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Volker Feser

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Ecuador > Drogen
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Drogenkonsum (consumo de drogas) und Drogenhandel (narcotráfico), sind nach der ekuad. Gesetzgebung strengstens untersagt, und werden teils mit langjährigem Gefängnisaufenthalt bestraft. Dies ist in Ecuador alles andere als ein Zuckerschlecken. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es sich um einen stadtbekannten Schieber oder um einen leichtsinnigen, unwissenden Touristen handelt. Letzterer wird aus rein spekulativen Gründen meist noch härter bestraft. Genauso wenig machen die repressiven, geradezu perversen Drogengesetze des Landes keinerlei Unterschied zwischen sogenannten weichen oder harten Drogen, wie z.B. marihuana oder base, einem Kokain-Vorprodukt, daß eine Art Vorstufe zur paranoiden Teufelsdroge crack darstellt.

Auch der Gebrauch von halluzinogenen Drogen wie dem San Pedro-Kaktus in der Gegend um Vilcabamba, oder den aus Kuhfladen herauswachsenden Psycho-Pilzen auf den Viehweiden bei La Esperanza (Prov. Imbabura), ist uneingeschränkt verboten. Der Konsum der amazonischen Wunderdroge Ayahuasca hingegen (gewöhnlich unter Anleitung eines indianischen Schamanen), ein aus einer Schlingpflanze zubereitetes Getränk mit telepathischen Eigenschaften, ist offiziell nicht untersagt.

Die Knäste sind überfüllt mit einheimischen und ausländischen Drogenkriminellen. Eine Rehabilitation gibt es so gut wie nicht, da drogensüchtige Häftlinge in den völlig unzureichenden, hierarchisch geführten Strafanstalten, meist erst richtig in den Kreislauf von totaler Abhängigkeit und Kriminalität hineingezogen.

In einer unaufgeklärten Gesellschaft wie der ekuadorianischen, gilt demnach auf alle Fälle: Hände weg von illegalen Drogen, denn die Reue kommt garantiert viel zu spät! Wogegen gewohnheitsmäßige Säufer eigentlich überall im Land als mannhaft und völlig normal betrachtet werden.

Im Gegensatz zu den beiden südlicheren Andennachbarn Perú und Bolivien, hat das traditionelle Kauen von Coca-Blättern unter der indianischen Bevölkerung Ekuadors keinerlei Bestand. Auch gibt es keinen allzu großen, landesweiten Markt für Marihuana oder Kokain, wie dies in Kolumbien der Fall ist, wo die Gesetze zumindest für Konsumenten inzwischen etwas gelockert wurden. Selbst der Anbau beschränkt sich in Ecuador lediglich auf ein paar sporadische, sowie gut versteckte Plantagen in den subtropischen.

Talausläufern der westl. u. östl. Andenkordillere.
Andererseits hat sich das Land inzwischen als gewaltige Geldwaschanlage und Durchgangsstation für die südamerikanische Drogenmafia etabliert. Dies erklärt z.B. auch (wenigstens in Teilen), die in den letzten Jahren aufgekommene Bauwut in Quito u. Guayaquil, wo modernste First Class-Hotels, Spiegelglaspaläste, und das eine oder andere monumentale Fußballstadion, praktisch wie Psycho-Pilze aus dem Boden, bzw. einem gewöhnlich urbanen Kuhfladen, geschossen sind.

 

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