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Chaotisches Guayaquil, schrilles tropisches Wirrwarr, heiß
und schweißtreibend nach Sonnenaufgang, dickflüssig und
zäh wie Kakaosatz, süß und still unter schattenspendenden
Jacarandabäumen, laut und irre wie die von Merengue-Musik durchdröhnten
furgorutas (Minibusse), welche auf wunderlich aufregende Weise in
alle Richtungen dieses scheinbar undurchschaubaren Labyrinths brausen.
“Südlichster Hafen der Karibik” nannte ein unbekannter
eingewanderter Schreiberling einmal zärtlich die stickige Metropole
am mächtigen Río Guayas. Definitiv nicht der richtige
Ort für typische “Kulturreisende” oder Touristen,
die nur besonderen Wert auf beschauliche Landschaften legen.
Dennoch als Kurzbesuch interessant für Leute, die sich von
dieser “lateinamerikanischsten” aller ekuadorianischen
Städte ein Stück vom kontrastreichen Alltag mit nach Hause
nehmen möchten, oder eventuell einen unfreiwilligen Zwischenstop
bei einem Galápagos-Quito Flug einlegen müssen.
Das Kulturgebilde Guayaquil
wird nicht in einem kunstvollen Rahmen oder auf einem malerischen
Indiomarkt in der Zeit festgehalten. Kultur ist Lebens-, ist Überlebensstil,
und jeder, auch Du bist ein Teil davon! Jorge Velasco Mackenzie,
Guayaquileño, und seit den Achtzigern einer der renommiertesten
Schriftsteller des Landes, bemerkte einmal auf einer Vorlesung im
Teatro Experimental: “Mein wirkliches Guayaquil liegt in meiner
Erfindungsgabe, die sich durch meine Worte zusehends verändert.”
Der umschlagsstärkste Handels- und Ausfuhrhafen der südamerikanischen
Pazifikküste, Industriezentrum und Wirtschaftsmotor, ist rein
architektonisch betrachtet alles andere als ein Juwel. Da geben
selbst die Gotteshäuser nicht allzu viel her (Ausnahmen bilden
die Catédral u. die Frontfassade der Iglesia de Santo Domingo).
Dennoch haben ein paar wenige Nischen und Eckchen ihr reizvolles
exotisches Flair aus längst vergangenen Tagen bewahren können.
So gibt es vielleicht noch ganze 200 Gebäude neoklassizischtischen
Stils wie das Municipio (Rathaus), die beiden Zeitungsverlagshäuser
des Telégrafo und Universo, die Bomberos (Feuerwehr), das
Hospital Luis Vernaza oder das niederländische Konsulat.
Ebenso findet man vor allem im Stadtteil Las Peñas noch einigermaßen
intakte Reste ornamentaler Holzstrukturen aus der Zeit um die Jahrhundertwende.
Ansonsten überwiegen schmucklose Fassaden und mehrspurige Einbahnstraßen,
die es bei einem touristischen Rundgang zu überqueren gilt,
und sich als lebensgefährlich herausstellen könnten.
Manch unbestimmter Geruch aus irgendeiner abscheulich bunten Rinnsteinpfütze
steigt einem unweigerlich entgegen. “Es muß wohl am
Fluß liegen.....” meinen nicht wenige der humorvoll
aufgeweckten Guayaquileños, welche sich auch schon mal leicht
selbstspöttelnd Guayacos oder gar monos (Affen) schimpfen,
und deren Spontanität, geschäftiger Individualismus, sowie
starker Hang zur Übertreibung höchstens von einer noch
größeren Portion Überlebensinstinkt übertroffen
zu werden scheint.
Tatsächlich finden sich die langgestreckten schachbrettmustergleichen
Straßen fast alle am großen Strom wieder, welcher gemächlich
dahintreibend seit jeher geduldig den Puls von Zeit und Raum angibt.
“Für soviel Böses reichen die Tränen nicht
aus”
Guayaquil hatte zweifelsohne eine schwere Geburt und noch traumatischere
Kindheit. Nach alter Überlieferung aus dem Tsafíqui,
der Stammessprache der tapferen Huancavilca, bedeutet der Name etwa
soviel wie Nuestra Casa Grande (“Unser großes Haus”).
Von den Inkas verschmäht, wurde es von den Spaniern gleich
mehrmals “gegründet”. Zuerst durch den Capitán
Sebastián Benalcazar am 25. Juli 1535 als Santiago de la
Culata, dann ein Jahr darauf durch Francisco de Zaera, noch einmal
zwei Jahre später durch Francisco de Orellana als Villa de
Santiago de Guayaquil, und widerum 1542 durch Diego de Urbina, nachdem
ein erneuter Indianeraufstand das prekäre Dörfchen zu
Füßen des Santa Ana Hügels dem Erdboden gleich gemacht
hatte. Es bestand anfangs nur aus einer einzigen Straße, der
heutigen Numa Pompillo Llona, um die sich ein paar wacklige Hütten
auf Stelzen scharten. Ganze 25 spanische Soldaten und ebenso viele
Zivilisten waren neben den Indios allen erdenklichen Widrigkeiten
der feuchtheißen, vipern- und moskitoverseuchten pantanos
(Sümpfe) und manglares (Mangrovenwälder) ausgesetzt.
Während des 17. Jhs. wurde die Villa mindestens ein halbes
dutzend Mal Opfer blutrünstiger Piratenüberfälle
seitens holländischer und englischer Korsaren. Erwähnenswert
hierbei vielleicht die berüchtigten Seefahrer Woodes Rodgers,
Jacob L’Hermite und Robert Cavendish.
Insgesamt fünf große Brandkatastrophen verwüsteten
Guayaquil im Lauf der Jhte. - 1632, 1636, 1764, 1902 der letzte
und 1896 der verheerendste, als 25.000 Menschen obdachlos wurden.
Dadurch blieb von den herrschaftlichen Mansionen aus Holz und guadúa,
jener Belle Epoque der Kakao-, Kaffee-, Tagua-, Tabak- und Zuckerrohrbarone
absolut nichts übrig.
Ebenso überstanden die Guayaquileños, Pioniere und Protagonisten
bei allen entscheidenden Transformationen seit Bestehen der kleinen
Republik, in den Jahren vor und nach der Unabhängigkeitserklärung
vom 9. Oktober 1820 mehrere Hafenblockaden, Bombardements und Besetzungen
seitens der Peruaner.
1842 wütete eine Gelbfieberepidemie, die unzählige Tote
forderte. Der Poet, Mediziner u. zugleich erste Bürgermeister
der Stadt, José Joaquín de Olmedo, schrieb in einem
Brief aus jenen Tagen: “Für soviel Böses reichen
die Tränen nicht aus.” Es folgten Diktaturen, liberale
Umstürze (Eloy Alfaro), Arbeiteraufstände, sowie politische
und wirtschaftliche Krisen.
Ende des 18. Jhs. noch ganze 8.000 Einw., zählte die Stadt
fünfzig Jahre später 20.000, und Reisende berichteten
schon damals von ihrer belleza, (Schönheit), der Großartigkeit
des breiten Flußes, den hohen Palmen und Algarrobobäumen.
In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. wurde dann die Banco Central
del Ecuador gegründet, glühten die ersten elektrischen
Straßenlaternen, die erste tranvía (Straßenbahn)
bimmelte übers Kopfsteinpflaster, und José Rodríguez
Lavandra versuchte in einem selbstgebastelten Unterseeboot den Río
Guayas zu durchtauchen. Nach jahrelanger Bauzeit und jahrzehntelanger
Planung fuhr Eloy Alfaro am 17. Juli 1908 mit der ersten Dampflok
triumphierend in Quito ein, und der Pilot Elia Liut überflog
1921 mit dem Doppeldecker El Telégrafo die Anden. Tausende
von Einwanderern aus China, dem Libanon, der Schweiz, Deutschland,
Holland, England und Skandinavien ließen sich nach der Jahrhundertwende
nieder. Elegante Zementgebäude begannen das Stadtbild zu verändern.
Der in Guayaquil geborene Erzähler
José de la Cuadra schwärmte während der 30er Jahre
noch nostalgisch von den luftigen Holzhäusern mit ihren verspielten
Terrassen und Balkönchen, welche es jedem verliebten Jüngling
erleichterten seiner angebetenen Julia ein Ständchen zu bringen.
Gewiß konnten nächtlich geflüsterte Verse schwerlich
bis ins achte Stockwerk gelangen.
1950 hatte Guayaquil etwa 250.000
Einw. und den Aspekt einer gemütlichen Hafenstadt mit viel
Flair. Ende der 70er und vor allem während der 80er Jahre sah
sich dann der bereits zur Millionenstadt angewachsene astillero
(Überseehafen) massiven illegalen Invasionen gegenüber,
als skrupellose Grundstücksmafiosi im Zuge der anhaltenden
Landflucht aus den Küsten- und Hochlandprovinzen die ameisenartigen
Slumgürtel ermöglichten, welche allgemein als tierra de
nadie, Niemandsland betrachtet werden. Die ersten pandillas, gewalttätige
Jugendbanden, deren Zahl auf über 2.000 ansteigen sollte, traten
in Aktion und verbreiteten Angst und Schrecken. Guayaquil galt schlechthin
als gesetzlos, als ciudad abandonada, von allen guten Geistern aufgegeben.
Müllberge, Denguefieber und Tollwut taten ihr übriges
zum schlechten Ruf der einstigen Perla del Pacífico.
So wurden vom 1996 mit einer Zweidrittel-Mehrheit wiedergewählten
alcalde (Bürgermeister) León Febres Cordero, kurz LFC,
allerlei Projekte in die Wege geleitet. Die schlampige städtische
Müllabfuhr wurde privatisiert, der malecón (Uferpromenade)
und einige Parks verschönert, Straßen geteert, Brachland
erschlossen und Sümpfe aufgeschüttet. An begrünten
Flächen fehlt es jedoch nachwievor, und historische Holzfassaden
werden den Würmern überlassen. Die offensichtlich dringenden
Bedürfnisse der Stadt schufen andere Schwerpunkte. Das teils
völlig marode Trink- und Abwassersystem wurde mancherorts verbessert,
und die selbst für Südamerika drastisch hohe Kriminalitätsrate
konnte gesenkt werden. Zwei Tunnels durch die Cerros del Carmen
und del Santa Ana für ein zehn Kilometer langes Anschlußstück
des bereits fertiggestellten Stadtrings Perimetral stehen kurz vor
Baubeginn und sollen den chaotischen Verkehr entlasten. Ebenso ist
in den nächsten Jahren eine zweite Brücke über den
Guayas (Av. Olmedo - Isla Santay), eine Erweiterung des malecón
(Uferpark), ein Oberleitungsbus, ein Ökopark auf der Insel
Santay und ein neuer Flughafen geplant. Konsequenterweise erlebt
die Stadt heute eine Art erneuten Investitionsboom, dabei treu ihrer
alten Tradition folgend: “libre e independiente por la voluntad
y el esfuerzo de sus propios hijos” (“frei und unabhängig
aufgrund des Willens und der Anstrengung seiner eigenen Kinder”).
Oder wie dies ein populärer Slogan der amtierenden Stadtverwaltung
auf einen einfachen Nenner zu bringen weiß: “Guayaquil
vive por tí”, “Guayaquil lebt dank Dir!”.
Wobei offensichtlich nicht der Bürgermeister, sondern ein jeder
einzelne gemeint ist.
Übernachten
Bei der großen Auswahl an Hotels bleiben jedoch nicht allzu
viele, wo auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Die meisten
sind entweder überteuert oder schlichtweg zu derbe. Sogenannte
Budget-Hotels werden zudem oft von cucaracha-Heerscharen (Kakerlaken)
heimgesucht. First-Class Hotels haben andererseits wieder günstige
Wochenendtarife, welche einen zwei Nächte-Aufenthalt schmackhafter
machen sollen. Wie dem auch sei, eine zentral gelegene und einigermaßen
komfortable Bleibe scheint in jedem Falle die vernünftigste
Lösung sich vom Guayaquil-Fieber erholen zu wollen, ohne dabei
gleich extrem tief in die Tasche greifen zu müssen. Air Condition
(in besseren Hotels selbstverständlich) ist hauptsächlich
in den schwülen Regenmonaten von Jan. bis April unerläßlich,
da diese auch dazu beitragen, die dann auftretenden Moskitos zu
verscheuchen. Ansonsten ist der Lärm der Dinger eher als lästig
zu empfinden. Ventilatoren tuns genauso gut und sind außerdem
gesundheitsfördender.
Essen:
ist in Guayaquil nicht weiter schwierig. Leckerste Meeresfrüchte
in all seinen Varianten, pompöse Steakhäuser, Neon-Pizzerías,
Chaulafan-Chinesen, Schweinekutteln a lo criollo oder sophistizierte
Hamburger, es ist für jeden Geschmack und Geldbeutel was dabei.
Sehenswertes - ein Rundgang
Die Tour beginnt mitten im Herzen der City, dort wo sich die meisten
touristisch interessanten Hotels befinden. Für diesen Rundgang,
welcher zudem einen kompletten Kreis beschreibt, sollte ein ganzer
Tag veranschlagt werden. Die hier beschriebenen Straßen sind
tagsüber relativ sicher. Trotzdem ist es bei ganz besonders
“gringomäßigen” Touristen, welchen die Kameras
schon offen um die Bäuche baumeln, vorzuziehen in Gruppen aufzutreten.
Früh losgehen lohnt sich insofern als daß es gegen Mittag
bereits sehr heiß und schwül werden kann, während
der Asphaltbelag unter den Schuhsohlen aufzuweichen scheint. Wem
die Lauferei plötzlich zu mühsam werden sollte, kann jederzeit
ein billiges Taxi herbeiwinken und das folgende Ziel auf bequemerem
Wege erreichen. Zur besseren Orientierung siehe Stadtplan!
Parque Seminario: Auch Parque Bolívar oder Parque de las
Iguanas genannt, feierte vor kurzem sein hundertjähriges Bestehen.
Der Metallzaun, der den Park umschließt, stammt aus den Tullerien
von Paris.
Toll sind die Landleguane (iguanas terrestres), welche nachmittags
von den Bäumen steigen um sich mit Früchten und Salatresten
aus den umliegenden Hotels füttern zu lassen. Auf dem Nísperobaum
unweit vom Teich sitzen mitunter die allergrößten Exemplare.
Ebenso ein Reiterstandbild von Simón Bolívar, eine
uralte Gartenlaube (glorieta), zwei eiserne kämpfende Eber
von der chinesischen Kolonie gestiftet, Eichhörnchen, Wasserschildkröten
und viel Atmosphäre. Der kleine Park ist ein romantisches Örtchen
im bienenartigen Getummel der Millionenstadt und Treffpunkt für
Liebespäarchen und zeitungslesende Pensionäre. 10 de Agosto
und Chile, geöffnet von 9 Uhr morgens bis manchmal nach Einbruch
der Dunkelheit.
Gegenüber des Parks befindet sich die Catédral, gänzlich
im neugotischen Stil gehalten, deren Marmorplatten für den
Hauptaltar aus den Provinzen Azuay und Cañar stammen. Allein
schon des kühlenden Ambiente wegens ist das schöne Kircheninnere
einen Besuch wert!
Der Avenida 10 de Agosto oder Clemente Ballén, welche den
Park begrenzen, in Richtung Osten folgend, gelangt man nach drei
Querstraßen an den Malécon: Mit tropischer Flora und
manchmal einem ankernden Segelschulschiff geschmückte Uferpromenade
am Río Guayas. Der wuchtig graue Palacio Municipal (Rathaus)
wurde von Maccaferri im ital. Renaissance Stil entworfen (1924-28);
direkt daneben der vom gleichen Architekten konstruierte Palacio
de Gobernación (Provinzregierungssitz) von 1922. Genau gegenüber
ist der maurisch-byzantinische Uhrturm La Torre Morisca, welcher
1843 aus Holz errichtet und 1932 rekonstruiert wurde.
Äußerst kurios ist hierbei, daß die Zeiger für
einige Jahre zum Stillstand kamen, als der für dessen Unterhaltung
zuständige Glöckner verstarb. Sie tickten erst wieder,
nachdem ein Familienmitglied des Verstorbenen dessen Posten übernahm.
Die “gute Seele” des Uhrturms ist heute Doña
Antonieta Tagle, welche trotz ihrer Jahre die Besucher noch höchstpersönlich
über die steile Metallwendeltreppe hinaufführt. Kopf einziehen!
Die alte Dame, “de pura cepa guayaquileña”, freut
sich immer über sprachgewandte Touristen, welche ihr bitte
allerherzlichste Grüsse vom Autor ausrichten sollen!
Ein bißchen weiter nördlich befindet sich das den beiden
Unabhängigkeitshelden Simón Bolívar und San Martín
gewidmete Monument La Rotonda, Wahrzeichen der Stadt, daß
ein historisches Treffen vom 26. Juli 1822 darstellt, als die beiden
Libertadores (Befreier) vor allem über die Zukunft Perus und
Großkolumbiens beratschlagten. Der Venezolaner Bolívar
wollte eine vereinigte Republik vom Río Grande (Mexiko) bis
nach Feuerland, während der Argentinier Martín für
die südamerikanische Monarchie eintrat. Beide scheiterten schlußendlich
in ihrem Vorhaben. Martín endete im Exil in Frankreich, während
Bolívar wahrscheinlich aus Verzweiflung über die nicht
zu verhindernde Aufspaltung Selbstmord in seiner Heimat beging.
Das mit 34 Stockwerken höchste Gebäude Ecuadors, schräg
gegenüber der Rotonda, gehört zur Banco de la Previsora.
Es gilt als erdbebensicher!
Eine Viertelstunde weiter nördlich dem malecón entlang
liegt am Fuße des Santa Ana Hügels der recht heruntergekommene
Stadtteil von Las Peñas, dessen verzierte Holzhäuser
teilweise aus der Jhw. stammen. Leute von Rang und Namen haben seitdem
da gewohnt. U. a. der Ex-Präsident Arroyo del Río, Antonio
Neumane (Verfasser der Nationalhymne), sowie der comandante Ché
Guevara, welcher hier fünf Wochen verbrachte. Es handelt sich
praktisch nur um eine einzige Straße, der Numa Pompillo Llona,
da der restliche Bezirk von Las Peñas dem Besucher aus Sicherheitsgründen
nicht empfohlen werden kann. Bisherige Projekte hinsichtlich einer
touristischen Wiederbelebung verliefen offensichtlich im Sande.
Einerseits ist die Gegend seit Bestehen eines neuen Polizeipostens
(PAI) beim Orellana-Denkmal (Plaza Colón) sicherer geworden.
Andererseits unterhalten einige renommierte Maler u. Skulpturisten
wie Luis Lara, Gonzenbach, Andrade o. Gaviría kleine Galerien
in Las Peñas. Der seit vielen Jahren ansäßige
deutsche Expressionist Ricardo Florsheim (Numa Pompillo Llona 196)
gehört hierbei mit seinen 73 rüstigen Jahren zum erlesenen
Kreis des Künstlerviertels, wenn schon gar nicht zum alten
Eisen. Seine teils urbanen Milieubilder haben auf ungezählten
Ausstellungen landesweiten und internationalen Anklang gefunden.
Am Eingang zur Numa Pompillo Llona befindet sich La Planchada, ein
aus zwei alten Kanonen bestehender Aussichtspunkt, Zeugnis der freibeuterischen
Vergangenheit Guayaquils. Gleich davor an der Ecke Vernaza/Malecón
ist das Café Epocas, wo neben kaltem Bier und Drinks auch
ein anständiger Kaffee oder ein preisgünstiges Mittagessen
serviert wird.
Nächste Station auf unserem Rundspaziergang könnte das
Feuerwehrmuseum Museo de los Bomberos in der Calle Gral. Vernaza
sein, 3 Min. von La Planchada in Richtung Westen. Löschwagen
von anno dazumal, alte Pickelhauben, silberne Trompeten, historische
Hydranten, zerfetzte Gastanks und viel Feuerwehrgeschichte gehören
zum Repertoire.
Die Öffnungszeiten der Privatsammlung eines ehemaligen bombero
sind mitunter aber etwas verwirrend. Falls nicht gerade besondere
Festlichkeiten wie die der Independencia oder der Stadtgründung
angesagt sind, hat das urige Museum oft nur sonntagvormittags geöffnet.
Das Gebäude nennt sich Jefe Hurtado, ist die ehemalige wie
auch heutige Wasserversorgungsstelle der Feuerwehr. Nachschauen
kostet nichts, die kleine Sehenswürdigkeit liegt sozusagen
auf dem Weg, und der Eintritt ist frei.
La Iglesia de Santo Domingo: ein paar Meter weiter westlich des
Feuerwehrmuseums, hinter dem Open-Air Theater Juan Pueblo, ist das
älteste und nach aussen hin schönste Gotteshaus der Stadt,
welches an dieser Stelle zu Füßen des Cerro del Carmen
im Jahre 1548 konstruiert wurde. Beim großen Brand von 1896
wurde die Kirche bis auf die Grundmauern zerstört, und erst
1938 wiederaufgebaut. Eine ein Meter dicke Mauer soll das einzige
sein, was der Stadt aus der Gründerzeit erhalten geblieben
ist. Auch unter dem Namen San Vicente Ferrer bekannt.
El Mercado Artesanal (Kunsthandwerksmarkt) liegt zw. der Calle Loja
im Norden und der Calle Juan Montalvo im Süden, bzw. der Gral.
Córdova im Osten und Baquerizo Moreno im Westen, unweit der
Kirche Santo Domingo.
Das völlig schmucklose parkhausähnliche Gebäude nimmt
einen ganzen Block ein und läßt nicht im entferntesten
auf artesanía schließen. Trotzdem beherbergt es über
200 kleine Geschäfte, die populäres Kunsthandwerk, typische
Folkloreartikel und preiswerte Souvenirs aus Holz, Leder oder Keramik
anbieten. Riesige Segelschiffe aus schwarzem Korall gibt es übrigens
auch. Kein Wunder, daß das Zeug als “praktisch ausgestorben”
gilt. Lustig sind die kleinen aus Hölzchen u. Pappe minuziöst
gebastelten Küstenpfahlhäuschen, eine Spezie tropischer
Hänsel & Gretel - Hütten (zw. 3 u. 8 USD). Öffnungszeiten:
Mo - Sa, 10-18h.
Falls die Einkäufe im Souvenirmarkt wegen ihrem Ausmaß
an dieser Stelle nicht zu einem plötzlichen Rückzug ins
Hotel zwingen (per Taxi!), gelangen wir, das Hospital Luis Vernaza
rechterhand, etwa drei Blocks westlich über die verkehrsreiche
Avenida Julian Coronel (Verlängerung der calles Loja u. Juan
Montalvo) an den städtischen Friedhof El Cementerio (es gibt
eine Fußgängerbrücke über die Avenida direkt
am Hauptportal, welches die Nr. 3 trägt). Der Zentralfriedhof
gilt mit seinen Mango-, Orangen-, Guayaba-, Laurel-, Matapalo- und
Brotfruchtbäumen, dem quirligen Vogelleben, sowie den kunstvollen
marmornen Luxusmausoleen als einer der schönsten Amerikas.
Die oben steil in den Hang gesteckten Kreuze könnten andererseits
aber auch eine recht spektakuläre Kulisse für Horrorfilme
abgeben.
Der charismatische Leichnam Eloy Alfaros liegt hier ebenso begraben
wie die freundliche alte Nachbarin von vorgestern.
Das älteste Grab stammt von 1831, und die Gruft eines der gefürchtetsten
Räuber der Stadt trägt die Inschrift: “Betreffender
war ein guter Mensch und stahl um den Armen zu helfen.” Man
munkelt übrigens, daß es dort wochentags Diebe geben
soll. Trotzdem, ein Besuch ist absolut lohnenswert!
Museo Antropológico del Banco Central: absolutes Schmuckstück
unter den vielen Museen Guayaquils; unterhält eine ganz großartige
Kollektion präkolumbischer Keramik. Mannigfaltige Repräsentanz
aller Küstenkulturen Ecuadors - mitunter viele erotische Motive,
machen das Museum zu einem Muß für Archäologie-Interessierte.
Wurde 1995 wiedereröffnet. Leicht an den steinernen Muralen
von außen zu erkennen, liegt es vom Friedhof ein gutes Stück
entfernt. Ein Taxi schafft billig Abhilfe, falls die acht Blockstraßen
an der Avenida Quito oder Machala entlang in südlicher Richtung
zu lange oder zu häßlich erscheinen sollten. An der 9
de Octubre dann rechts hoch! Adresse: José Antepara 908 y
9 de Octubre, Tel. 327402/323160, Öffnungszeiten: Di - Fr 10-18h,
Sa 10-16h, Eintritt: 1 USD.
Parque Centenario: Es geht wieder die 9 de Octubre zurück in
Richtung Osten, praktisch schon auf dem Weg ins Hotel downtown.
Nach überqueren der Avenidas Machala und Quito (zehnspurige
Einbahnstraßen!) kommt gleich ein Block darauf der größte
Park im Zentrum, welcher den Verkehrsfluß der Nueve unterbricht.
Andenkenfotografen, Lotterieverkäufer, Groschenjungs, Zuckerwattentrommler,
Flohzirkusdirektoren, Unheilsprediger und Masseure, die es gleich
auf der Parkbank tun.
Widerspiegelt einen guten Teil zeitgenößischer Folkloristik
Guayaquils. Die 27m hohe “Siegessäule” in der Mitte
wurde 1918 eingeweiht, in Einzelteilen über den Atlantik herbeigeschafft,
und stammt vom katalanischen Bildhauer Augustín Querol.
Bulevar Avenida 9 de Octubre: Hauptgeschäftsstraße mit
Tradition, die sich bei besonderen Anlässen manchmal mit tausenden
von Menschen füllt. Entspricht vielleicht ein wenig der Bedeutung
des Kurfürstendamms, wobei dieser jedoch mit den vielen bummelnden
muchachas niemals mithalten kann (“un poema en tus ojos y
otro en tus labios”). Spätestens an der Ecke “Nueve”
u. Pedro Carbo kommt dann die göttliche Zurechtweisung für
die wahllose Flirterei. Die dortige Iglesia de San Francisco stammt
ursprünglich aus dem 18. Jh., und ist eines der meist frequentierten
Gotteshäuser der Guayaquileños.
Andere Sehenswürdigkeiten
Museo Arqueológico del Banco del Pacífico: Präkolumbische
Keramik sehr schön und professionell präsentiert; außerdem
laufende Bilderausstellungen. Die sponsorfreudige Präsenz der
renommierten Bank ist offensichtlich. P. Icaza y Pichincha (im gleichen
Block wie Las Pinturas), Tel. 566010, Mo - Fr 10-18h, Sa u. So 11-13h,
Eintritt frei.
Museo Nahím Isaías: Weitere erstklassige archäologische
Kollektion (über 2.500 Fundstücke); ebenso religiös-koloniale
Kunstschätze und zeitgenößische Bilderausstellungen
in modernen, mit allen Sicherheitsvorkehrungen ausgestaffierten
Ausstellungsräumen. Pichincha y Clemente Ballén, Tel.
329099 ext. 318 (Führungen), Di - Sa 10-17h, Eintritt frei.
Museo Municipal: Städt. Museum mit einem unglaublichen Totempfahl
aus präkolumbianischen Zeiten, ethnologische Schaukästen,
zeitgenößische Bilder- und Kunstausstellungen. Im gleichen
Gebäude befindet sich die städt. Bibliothek. Sucre, zw.
Pedro Carbo u. Chile am Iguanapark, Tel. 516391, Di - Sa (Regenzeit)
9-16h, Di - Sa (Trockenzeit) 9-12/15-18h, Eintritt frei.
Museo de la Casa de la Cultura: Außerordentliche Goldsammlung
und archäologische Fundstücke. 9 de Octubre 1200 (zw.
Av. Quito u. Parque Centenario), Wiedereröffnung Ende 1997!
Weitere Museen: Francisco Huerta Rendón, Urgeschichte u.
Archäologie, Cdla. Universitaria, Facultad de Filosofía,
Tel. 395097; Francisco Campos R., Archäologie, Mineralogie,
Zoologie, Paläontologie, Lizardo García 225 y Vélez,
Tel. 360790; Julio Víteri Gamboa, Archäologie u. Ethnologie,
Rocafuerte 205 y Loja, Tel. 303040/303733; Bae Calderón,
Geschichte, Waffen u. Astronomie, Cañari y 5 de Julio, Tel.
345317; Coronel Felix Luque Plata, Feuerwaffengeschichte, Plaza
Colón, Tel. 30357, Voranmeldung!
Las Pinturas: Überdimensionale Freiluftgalerie an der Ecke
Icaza und Pichincha (eine Querstraße vom malecón nach
Westen). Jährlich wechselnde Gemälde bekannter ekuad.
Künstler wie Endara Crow (inzwischen verstorben), Eduardo Kingman,
Luis Beltrán, Rafael Díaz, Olga Manosalvas etc.
La Casa Rosada: Mit etwa 120 Jahren ältester Gebäudeblock
der Stadt u. Teil des Patrimonio Cultural. Die melancholisch stimmenden
Holzfassaden, einzige die den großen Brand v. 1896 überstanden,
sehen allerdings aus als würden sie jeden Moment zusammenbrechen.
Avenida Boyacá, zw. Víctor Manuel Rendón u.
Junín.
Cerro del Carmen: Auf diesem Hügel, an dem sich der Hauptfriedhof
anschmiegt, steht neben den vielen Antennen der Sendeanstalten eine
von weitem sichtbare Christusfigur. Erinnert ein bißchen an
den Zuckerhut. Nur per Taxi empfehlenswert! Neben dem Hospital Luis
Vernaza links die Zufahrtsstraße hoch.
Monumento Eloy Alfaro: Markantes Monument in ewiger Erinnerung an
die liberalen Umstürze Eloy Alfaros, welche in vielerlei Hinsicht
besonders Guayaquil prägten. Im Gegensatz zur Hauptstadt, wo
eher konservative Zurückhaltung herrscht und jener caballero
auch ein grauenhaftes Ende fand, ist eine gewisse demokratische
Aufgeklärtheit bei den Guayaquileños nicht von der Hand
zu weisen. Avenida de las Americas, vom Flughafen oder Busbahnhof
ins Zentrum kommend.
Monumento Guayas y Quil: Der wunderschönen, wenngleich völlig
zurechtgeschnitzten Legende vom stolzen Kaziken Guayas und seiner
treuen Gefährtin Quil gewidmet, welche es vorzogen heroisch
aus dem Leben zu scheiden, anstatt den Spaniern klein beizugeben.
Von Osten herkommend am anderen Ende der langen Brücke, am
“Eingang” der Stadt.
Puente de la Unidad Nacional: Mehr als drei Kilometer lange Doppelbrücke
über die Flüsse Babahoyo und Daule hinweg, welche lediglich
ein paar Meter weiter flußab den Guayas bilden, mit 34.000
km2 größtes Wassereinzugsgebiet der südamerik. Pazifikküste.
Auch Puente Rafael Mendoza Avilés genannt.
uFútbol: Die sportbegeisterten Guayaquileños besitzen
drei große Stadien, wobei das Modelo das städtische,
das Capwell (die “Streichholzschachtel”) das englische,
und das 90.000 Zuschauer fassende Monumental eines der modernsten
auf dem Kontinent darstellt, eine gigantische Kathedrale des Fußballs.
Falls sich die Gelegenheit gerade ergeben sollte, ist ein Lokaltreffen
zwischen dem Club Sport Emelec, den eléctricos o. a. Ballet
Azul, und dem Barcelona SC, den toreros, ein absolutes Muß!
Bei einem Clásico del Astillero gibt es praktisch niemanden,
den es bei der aufgeheizten Atmosphäre nicht auch von den Sitzen
reißen würde.
Ausflüge in die Umgebung
Jardín Botanico (Botanischer Garten): Fast 5 ha großes
Gelände, welches “jwd”, janz weit draußen
im Norden der Stadt liegt. Wird allen trop. Palmen-, Orchideen-
u. Bromelienliebhabern ans Herz gelegt. Relativ lange Anfahrt mit
dem Selectivo-Bus No. 63, Las Orquídeas, ein weißer,
rel. moderner Stadtbus, den man sich am besten an der Ecke 6 de
Marzo und Aguirre schnappt (200m vor Endstation aussteigen, Fahrer
fragen, dann eine Viertelstd. den Hügel El Colorado rauf).
Info u. Führer-Reservation: Amigos del Bosque, Edif. Multicomercio,
2. St., Cuenca y Eloy Alfaro, Local 16, Tel. 416975, Eintritt ca.
5 USD.
Cerro Blanco: Das 1989 mit 2.000 Hektaren von der Cemento Nacional
ins Leben gerufene Naturschutzgebiet nordöstlich der Stadt
gelegen, wurde erst kürzlich um 1.500 Hektare erweitert. Es
stellt eines der letzten Relikte in der Provinz Guayas dar, wo noch
Rotwild, Brüllaffen, Raubkatzen oder der extrem seltene grüne
Ara Guayaquilensis gesichtet werden können. Von den letztgenannten
großen Papageien soll es in Ecuador noch ganze zehn Exemplare
geben. Im August 1994 wurde zum erstenmal ein Nest dieses Aras am
Cerro Blanco entdeckt, welches Mitglieder der Fundación Pro
Bosque 24 Stunden täglich erfolgreich bewachten und beschützten.
Aufforstungsprogramme, Umwelterziehung und organisierte Führungen
an Wochenenden, welche von Biologie- oder Touristikstudenten geleitet
werden, gehören zum Spektrum der Parkverwaltung. Camping ist
bei Voranmeldung ebenso möglich, beschränkt sich aber
auf einen Platz in der Nähe des Zufahrtsweges. In der Regenzeit
(Jan. - April) wird der Trockenwald zwar schön grün, aber
dafür gibt es jedoch auch mehr mosquitos u. zancudos (Riesenstechmücken).
In den trockenen Monaten stellt ein Sonnenstich wohl die größte
Gefahr dar.
Weiter südlich vom “Cerro Blanco” - Reservat befindet
sich der Bosque Protector Los Esteros, ein 600 ha grosses Mangrovensumpfgebiet,
dass neben unterschiedlichem manglar über ein interessantes
Vogelleben verfügt. Zweistündige Kanutrips durch das Gebiet
können gegen eine Gebühr von etwa 20 USD pro Boot unternommen
werden. Ausführliche Information über dieses von ausländischen
Touristen kaum besuchte Reservat erteilt die Fundación Pro
Bosque. Die Anreise erfolgt über die gleiche Route wie zum
Cerro Blanco. Der Eingang zum Reservat, bzw. zur Gemeinde Puerto
Hondo, befindet sich etwa 2 km weiter als die Cerro Blanco - Zufahrt
in westlicher Richtung - links rein!
Reserva Ecológica Los Manglares de Churute
Das etwa 50.000 ha große Naturreservat, eine dreiviertel Autostunde
südöstlich von Guayaquil gelegen, stellt eines der letzten
zusammenhängenden Mangrovensumpf- und Trockenurwaldgebiete
der ekuadorianischen Küste dar. Das von ausländischen
Touristen wenig besuchte Reservat wird von mehreren Höhenrücken
durchzogen. Dabei beträgt die höchste Erhebung in der
Cordillera de Churute immerhin knapp 900 Meter. In der feuchtheißen
Jahreszeit von Januar bis Mai ist das Gebiet von dichter grüner
Vegetation überwuchert. In der kühltrockenen Jahreszeit
hingegen wird die Vegetation teils gelbbraun, und grauer Nebel hüllt
die Hügelketten meist in ein nieseliges Wolkenmeer. Ein Vorteil
dieser frischen “Garúa”-Monate ist das Ausbleiben
der mehr als lästigen Moskitoschwärme.
Das Churute-Reservat weist drei unterschiedliche Biozonen auf: Sumpfiges
Grasland, Trockenurwald u. Mangrovensümpfe. In der flachen
Sumpfgraslandschaft trifft man auf so seltsame Vogelarten wie z.
B. den Conclón. Der “gehörnte”, aufgrund
seiner tiefen Brunftlaute kilometerweit hörbare Vogel, wird
im allgemeinen den Enten und Gänsen zugeschrieben, hat aber
vom Aussehen her recht wenig mit diesen gemeinsam. Dagegen sprechen
schon seine mit spitzen “Sporen” versehenen Flügel.
Der Conclón stammt ursprünglich aus dem Amazonasbecken,
wo auch similare Unterarten leben. Er kann auf dieser Seite der
Andenkordillere nur in Churute oder in der Nähe von Santa Rosa
(bei Machala) beobachtet werden.
Auf mehrstündigen hügeligen Pfaden durch den Trockenurwald
können neben vielen tropischen Vögeln auch Kapuziner-
u. Brüllaffen angetroffen werden. Vom mirador aus (4 Std. Rundweg)
genießt man bei schönem Wetter einen weiten Ausblick
über die verschiedenen Zonen des Reservates. Um die dichten
labyrinthartigen Mangrovensümpfe (manglar) zu erkunden wird
allerdings ein Motorkanu benötigt. Dieses wird am besten im
Churute-Informationszentrum selbst oder mit einer Reiseagentur in
Guayaquil organisiert. In den weitverzweigten Stelzwurzel-Kanälen
können Scharen von Krabben, Lachmöwen und andere Seevögel,
sowie eventuell auch Delphine beobachtet werden.
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