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Das seit 1975 geschützte páramo-Gebiet um den gleichnamigen,
5.897m hohen Vulkankegel, liegt etwa 60 km südlich von der
Landeshauptstadt. Für ausländische Touristen gehört
der bequem zu erreichende, und infrastrukturell gutbestückte
33.000 ha grosse Cotopaxi-Nationalpark, sicherlich zu den attraktivsten
Naturschutzgebieten des Landes.
Für die Ekuadorianer selbst stellt das im unteren Bereich mit
“importierten” Pinienwäldern durchzogene Hochlandareal
eine Art Vorzeige-Reservat dar, gekrönt von einem potentiell
aktiven, und perfekt geformten Vulkankegel, dessen geradezu majestätische
Ausstrahlung bereits auf ungezähligen Ansichtskarten in alle
Welt verschickt wurde.
Die im Yellowstone-Nationalpark (USA) inspirierten Wiederaufforstungen
mit pinos, sollen vor allem der starken Bodenerosion entgegentreten,
werden in internationalen Fachkreisen jedoch häufig kritisiert.
Zum einen verschmäht die gefährdete einheimische Tierwelt
grösstenteils die nicht-sesshaften Wälder, zum anderen
wurden die Baumreihen oftmals viel zu eng gesetzt, was wiederum
zum frühzeitigen Absterben vieler tausend Pinien geführt
hat. Der weitaus interessantere Teil dieses riesigen vulkanischen
“Freiluft-Museums” beginnt daher nicht zuletzt über
der Baumgrenze bei etwa 3.800m. Bis zu diesem topfebenen páramo-Plateau
steigt die Staubstrasse inmitten von dichten Pinienwäldern
und entlang der letzten Lavaausflüsse sachte an. Einmal auf
der Hochebene angekommen, befindet sich linkerhand die 4.675m hohe
Felszacken-Halbkrone des Rumiñahui (“Steingesicht”),
und rechterhand, zum Greifen nahe, der monumentale Schneekegel des
Cotopaxi. Nach wenigen flachen Wegkilometern ist dann die fast 4.000m
hohe Laguna de Limpiopungo erreicht, obligatorischer Stop für
alle Parkkbesucher.
Über die windig-kalte, mit spärlichem Pflanzenwuchs versehene
Schwemmlandebene zu Füssen des Vulkans, preschen des öfteren
Wildpferde. Bussarde kreisen ab und zu über den umliegenden
Höhenrücken. Kondore lassen sich hingegen viel seltener
blicken. Campingfreunde können mit etwas Glück auch dem
scheuen Andenfuchs aufgestöbern, eventuell in der Morgendämmerung.
Nach Wölfen oder Pumas hält man jedoch vergeblich Ausschau.
Berg- u. Trekkingführer wissen manchmal von fabelartigen Begegnungen
mit diesen seltenen Tieren zu berichten. Im Umfeld der Lagune leben
noch vereinzelte Exemplare der vom Aussterben begriffenen, schwarz-
u. orangefarbenen Atelopus-Kröte. Wissenschaftler vermuten,
dass die Ozon-bedingte Steigerung des UV-Lichtes der letzten 10
Jahre eine verheerende Wirkung auf die Kröten-Population zur
Folge hatte. Im Gegensatz zu Eidechsen, Schlangen, Vögeln oder
Säugetieren, hat die dünne ungeschützte Amphibienhaut
keine Möglichkeit sich der tödlichen UV-Strahlung zu erwehren.
Anfahrt zum Nationalpark und zur Cotopaxi-Schutzhütte: Von
der panamerikanischen Strasse führen zwischen Machachi und
Latacunga zwei Hauptzufahrtswege direkt zum Parkeingang in der sogenannten
Boliche-Erholungszone, welche dem Nationalpark vorgelagert ist.
An der “Pana” aufgestellte Tafeln weisen auf die beiden
Zufahrten hin. Von Quito kommend geht es nach jeweils 55 bzw. 65
km links weg! Beide Zufahrten führen nach Überqueren des
Bahngleises Quito-Riobamba im späteren Verlauf wieder zusammen,
und bilden beim Parkeingang einen einzigen Anfahrtsweg.
Benutzer öffentlicher Busse steigen besser an der zweiten Zufahrt
aus. Vor allem an gutbesuchten Wochenenden ist Trampen an dieser
verkehrsreicheren Zufahrtsstrasse einfacher. Ein paar Kilometer
südlich des zweiten Zuganges befindet sich an der Panamericana
das Städtchen Lasso, wo auch die Möglichkeit besteht eine
camioneta für den insgesamt 25 km langen Zufahrtsweg bis zur
Schutzhütte zu mieten. Der Preis für das robuste Fahrzeug
beträgt mindestens 20 USD.
Am bewachten Parkeingang wird pro Besucher eine Eintrittsgebühr
von 10 USD erhoben. Ganz in der Nähe gibt es neben Picknickwiesen,
Grill- u. Campingplätzen, auch weitläufige Freigehege
für Lamas und Rotwild, sowie im weiteren Umfeld auch verschlungene
Waldpfade für Spaziergänger und Pilzsucher. Nach Passieren
der Schranke am Parkeingang steigt die Zufahrtsstrasse allmählich
an, und erreicht nach fast 6 km das etwa 3.600m hohe Besucherzentrum
“Campamento Mariscal Sucre” (mit integriertem Naturkundemuseum).
Von dort aus geht die staubige Strasse noch ein Stückchen weiter
bergauf bis zur páramo-Hochebene, und erreicht nach wenigen
flachen Kilometern die Limpiopungo-Lagune.
Etwa 3 km hinter der Lagune zweigt rechts ein 8-9 km langer Serpentinen-Fahrweg
ab, der schliesslich bis zum 4.600m hohen, manchmal schneebedeckten
Parkplatz unterhalb der Schutzhütte führt. Herkömmliche
PKWs werden auf dieser steilen Vulkanstaubstrasse aufgrund der grossen
Höhenüberwindung ihre Schwierigkeiten haben. Für
das restliche Stück vom parqueadero bis zum 4.800m hohen Refugio
José Ribas ist dann ein relativ anstrengender 40-minütiger
Aufstieg über einen völlig vegetationslosen Aschen- u.
Geröllhang nötig.
Die zweistöckige Schutzhütte verfügt über 30
primitive Hochbetten, Kochmöglichkeit (Gas), Trinkwasser aus
der Schneeschmelze vom Dach, Aufenthaltsraum mit Kaminfeuer, und
leider auch ein paar entsetzlich “vollgeschissenen”
Toiletten. Letztere sind wegen zeitweiser Vernachlässigung
seitens des Hüttenwartes nicht immer zu benutzen. Einzige Ausweichmöglichkeit
bietet somit oftmals nur die freie Natur. Ein echtes Manko im ansonsten
gut gepflegten Nationalpark! Eine Übernachtung im oftmals überfüllten
refugio kostet etwa 8-10 USD. Ein dicker Schlafsack muss selbst
mitgebracht werden. Durch das ständige Hin u. Her dutzender
von Bergsteigern ist an Schlaf jedoch kaum zu denken.
Viele Touristen sehen sich aufgrund fehlender Betten manchmal sogar
gezwungen auf dem kalten Boden zu nächtigen, dies trotz entrichteter
Übernachtungsgebühr. Der Parkverwaltung scheint es relativ
gleichgültig zu sein, ob die Aufnahmekapazität der Schutzhütte
(bei weitem) überschritten wurde. An manchen Tagen stehen sich
laut Berichten manchmal bis zu 100 Gipfelstürmer auf den Füssen
herum. Eine Vorab-Information ist diesbezüglich nicht zu erhalten.
Samstage tendieren jedoch eher zu mehr Betriebsamkeit. Cotopaxi-Besteiger
seien deshalb vor den mitunter chaotischen Zuständen im Refugio
José Ribas gewarnt, was dem eigentlichen grandiosen Vorhaben,
der Bezwingung des höchsten aktiven Vulkankegels des Planeten,
keinen Abbruch tun soll!
Wer von der Limpiopungo-Lagune weiter geradeaus fährt, anstatt
rechts zum refugio hoch, gelangt nach wenigen km an eine weitere
Weggabelung:
Der linke Zweig führt zu einem sehr selten benutzten dritten
Parkeingang, und im Anschluss über eine wunderschöne alte
Pflastersteinstrasse nach Machachi auf die “Panamericana”
zurück (etwa 35 km südlich von Quito). Für Allradfahrzeuge
bietet sich somit die Möglichkeit einer ausgiebigen Hochgebirgs-Rundfahrt
an, die zwischen dem Flanken-Dreieck Cotopaxi, Rumiñahui,
und dem 4.900m hohen Sincholagua hindurchführt.
Saquisilí
Jeden Donnerstag findet in diesem kleinen Andenstädtchen einer
der beeindruckendsten indianischen Märkte des Hochlandes statt.
Auf insgesamt acht plazas werden in einem bunten Wirrwarr aus kreolischer
Geschäftstüchtigkeit und bäuerlichem Handelstreiben
Waren aller Art feilgeboten. Wobei der etwas ausserhalb gelegene
Tiermarkt sicherlich den absoluten Höhepunkt bildet, welcher
im Gegensatz zum restlichen Marktgeschehen jedoch nur bis 9 Uhr
morgens andauert. Obwohl der Touristenstrom inzwischen diesen authentischen
Markt längst “entdeckt” hat, befindet sich Saquisilí
nachwievor in den Händen der traditionsverbundenen, Filzhut
tragenden Einheimischen, die an diesem Tag sehr zahlreich von den
naheliegenden Berghöhen herabsteigen und voller Zuversicht
in das Städtchen einfallen. Hier wird nichts touristisch orientiertes
vorgegaukelt (siehe Otavalo), sondern wie seit erdenklichen Zeiten
gefeilscht und gehandelt. Überladene Frucht- u. Gemüsestände,
Mais- u. Bananenberge, sortenweise Kartoffelsäcke, Weidekörbe
u. Kaktusseile, zusammengeschweisste Blechkanister u. Giesskannen,
Reit- u. Plastikgeschirr, Pötte u. Schuhe aus Autoreifen, Schrotgewehre,
Macheten, Kleiderstoffe, geduldig ausharrende Schafe, Kühe,
Pferde, Lamas und Maultiere, sowie hysterisch quiekende oder bereits
aufgeschlitzte Schweine. Ein absolutes Muss für jeden Hochlandbesucher!
Dieser Abstecher nach Saquisilí kann auf vielfältige
Weise mit einem Ausflug in den Cotopaxi-Nationalpark, der Hostería
“La Ciénega”, oder der Quilotoa-Kraterlagune,
bzw. dem ebenso sehenswerten Samstagsmarkt von Zumbahua, kombiniert
werden.
Die 400 Jahre alte Hostería La Ciénega befindet sich
ungefähr 65 km südlich von Quito und 20 km nördlich
von Latacunga, lediglich einen Katzensprung von der panamerikanischen
Strasse entfernt. Etwas weiter südlich vom Städtchen Lasso
kommt rechts eine gepflasterte Abzweigung, die nach 2 km in eine
alleengleiche Einfahrt übergeht. Das herrschaftliche Gut der
namhaften Familie Lasso war einst die wichtigste hacienda der gesamten
Cotopaxi-Provinz.
Ihre zu verwaltenden Ländereien reichten vom südlichen
Stadtrand Quitos bis hin nach Ambato. Den Reiz dieser geschichtsträchtigen
Hotel-Mansion machen die meterdicken Wände u. hohen Decken,
die langen weissgetünchten Korridore, die edlen Hölzer
u. das antiquierte Mobiliar plus Ahnengalerie aus. Darüberhinaus
gibt es uralte Bäume, sowie einen herrlichen Blumengarten mit
kolonialer Kapelle. Hier schlief neben Vizekönigen und Präsidenten
auch der berühmte Berliner Wissenschaftler Alexander von Humboldt.
Latacunga
Die knapp 70.000 Einw. zählende Hauptstadt der Provinz Cotopaxi
liegt etwa 85 km südlich von Quito auf 2.850 Höhenmetern.
Auf der Fahrt entlang der “Strasse der Vulkane” kommt
ein Reisender zwangsläufig an Latacunga vorbei, dessen Zentrum
sich von der “Pana” aus betrachtet auf der gegenüberliegenden
östlichen Seite des Río Cutuchi befindet. Durchschnittstemperaturen
von 12 Grad und ein wenig interessantes Strassenbild dürften
für Touristen kaum ein Grund zu einem längeren Aufenthalt
darstellen. Für Ausflüge in den Cotopaxi-Nationalpark,
oder zu den Indiomärkten von Saquisilí, Pujilí
und Zumbahua, bietet sich die Stadt jedoch als Ausgangspunkt an.
Eine alljährlich am 24. September stattfindende Fiesta de la
Mama Negra zieht sogar Tausende von einheimischen und ausländischen
Besuchern an.
Der Name Latacunga entstammt dem indianischen Begriff Llacta Cunani,
was etwa “Land meiner Wahl” bedeutet. Bereits in den
Anfängen der conquista wuchs Latacunga bald zu einem wichtigen
Missions- u. Verwaltungszentrum heran. Von den einst prachtvollen
kolonialen Häuserfassaden ist jedoch nur noch sehr wenig übriggeblieben.
Die katastrophalen Ausbrüche des Cotopaxi zerstörten die
Stadt dreimal im Laufe ihrer Geschichte: 1742, 1768 u. 1877.
Hinzu kam verheerendes Erdbeben im Jahre 1797. Nichtsdestotrotz
wurde Latacunga jedesmal an gleicher Stelle wieder neu aufgebaut.
Der Grund dafür muss wohl in der Frömmigkeit seiner Bewohner
zu suchen sein. Sinnbildlicherweise überstand ausgerechnet
die aus Vulkangestein geschaffene Kathedrale jedes dieser dantesken
Höllenfeuer nahezu unbeschadet.
Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten der im Schachbrettmuster
angelegten Stadt (gleicher Grundriss wie zu Kolonialzeiten), zählt
ausser der bereits erwähnten Catédral am hübschen
Parque Vicente León, das ethnographische Museum Molinos de
Montserrat in der Calle Vela, zw. Maldonado u. Pastaza (geöffnet
Di - Sa v. 10-17 Uhr), das alte Krankenhaus in der Calle Quevedo
u. Hermanas Páez, sowie die Virgen del Volcán in der
Kirche La Merced (Ecke Echeverría u. Orellana), und der nahe
Aussichtshügel El Calvario.
Pujilí
Etwa 10 km westlich von Latacunga, auf der Asphaltstrasse nach Zumbahua,
liegt das Indiodorf Pujilí, dessen spanische Gründung
auf das Jahr 1570 zurückgeht. Erst vor wenigen Jahren noch
wurde dieses kleine Agrar- u. Artesanía-Zentrum von einem
heimtückischen Erdbeben heimgesucht, welches vor allem an vielen
alten Adobe-Häusern in der bäuerlichen Umgebung erhebliche
Schäden anrichtete. Hier findet jeden Sonntag, und in geringerem
Umfang auch mittwochs, einen reizvoller, wenig touristisch orientierter
Markt statt. Wobei billige Haushaltswaren unter den Einheimischen
der grosse Renner zu sein scheinen. Für Touristen sind die
manchmal zum Verkauf angebotenen traditionellen Holzmasken interessant,
die in gewisser Hinsicht an die alemanische Fasnacht erinnern mögen,
sowie allerlei kunstvoll bemalte wie variantenreiche Keramikartikel.
Vom zentralen Parque Luis Vivero aus, führt eine steile Treppe
auf einen lohnenswerten Aussichtshügel, der ausser dem Marktgeschehen
und einer durchaus hübschen Franziskanerkirche namens Iglesia
Matriz, eine kleine zusätzliche Attraktion im ansonsten lethargisch-andinen
Pujilí darstellt. An Fronleichnam findet auf dem Hauptplatz
eine abwechslungsreiche Fiesta de los Danzantes statt, welche insbesonders
Fotofreunde begeistern dürfte. Dabei ziehen karnevaleske Maskentänzer
auf hohen Stelzen durch die umliegenden Strassen. Ihre kuriosen
Kostüme sind teils mit winzigen Spieglein bestückt!
Zumbahua / Laguna Quilotoa
Ein- bis zweitägiger Abstecher in die Westkordillere, von der
“Panamericana” bei Latacunga bis zur “Panamericana”
bei Saquisilí/Cotopaxi (oder auch umgekehrt). Diese Hochland-Rundreise,
eine der landschaftlich beeindruckendsten in Ecuador, beinhaltet
etwa 200 km:
2-3 Busstunden westlich v. Latacunga (löchrige Asphaltstrasse)
liegt auf einer meseta in der Cordillera Occidental das 40-Häuser-Dorf
Zumbahua, wo jeden Samstagmorgen ein sehenswerter farbenfreudiger
Indio-Markt stattfindet. Bei dem überaus authentischen Anden-Ausflug,
gilt es neben der grossartigen, hochprozentig fotogenen Berg- u.
Kulturlandschaft, insbesonders auf störrische Lamas u. diebische
Ponchoträger zu achten! Quichua ist in dieser abgelegenen páramo-Region
nachwievor die Muttersprache! Für eine sauerstoffarme Übernachtung
kann in Zumbahua das preisgünstige Hostal Cóndor Matzi
empfohlen werden (Frühst., Ww, Infos, diverse Führungen).
Von Zumbahua aus führt nach etwa einer halben Stunde eine Staubstrasse
in nördl. Richtung zur blaugrünschimmernden Kraterlagune
von Quilotoa (14 km), einem der schönsten vulkanischen Kaltwasserseen
der ekuad. Anden! Hierbei kann in Zumbahua eine camioneta gemietet
(5 USD), oder auch auf halbem Wege angehalten werden. Sporadische
Klapperbusse gibt es auch. Zu Fuss sind es etwa 4 tapfere Stunden.
Die Lagunen-Rundumwanderung selbst nimmt bis zu 7 Std. in Anspruch.
Nur in einer Gruppe gehen, ausgerüstet mit einem reichhaltigen
Bonbon- u. Kugelschreiber-Sortiment für bettelnde Kinder, und
einem Knüppel für die kläffenden Köterhorden!
Am Kraterrand über der Lagune, kann in der einfachen Unterkunft
von Jorge Latacunga übernachtet werden, Schlafsack ist mitzubringen!
Kurz vor der Lagune ist eine Weggabelung. Der rechte Zweig führt
nach 500m direkt zur Lagune, links geht es nach knapp 1 Std. ins
nördl. gelegene Chugchilán (20 km). Wenige km hinter
dieser Ortschaft in Richtung Sigchos, befindet sich am Hang über
der Strasse, auf 3.200m, die hübsche Hazienda-Pension The Black
Sheep Inn der beiden eingewanderten Nordamerikaner Michelle u. Andy
(5 Std. zu Fuss v. Quilotoa): Unten gibt es Mehrbett- u. oben Doppelzimmer,
vegetarische Küche, Pizzas, Bio-BC draussen. Ein DZ kostet
36 USD (inkl. 3 Mahlzeiten), Pferdevermittlung ist möglich.
Nach starken Regenfällen ist der schlammige Abschnitt Quilotoa-Chugchilán
jedoch für PKW´s sehr schwierig (kräftige 4x4 Fahrzeuge
schaffen es allemal). Das “Schwarze Schaf” ist somit
in den feuchtkalten Monaten v. Feb. bis Mai, zumindest für
Normalfahrzeuge, nur in umgekehrter Richtung von Saquisilí/Toacazo/Sigchos
aus zu erreichen. Busse gibt es v. Saquisilí über Sigchos.
Über Chugchilán/The Black Sheep Inn geht es nördl.
nach Sigchos weiter (sonntägl. Markt, Residencial Sigchos m.
Ww), dann auf einer kurvenreichen Holperstrecke, südl. der
beiden Illiniza-Gipfel, hinunter ins innerandine Hochbecken nach
Toacaso (bzw. Saquisilí), wo wieder auf die panamerikanische
Strasse eingefädelt werden kann (von Zumbahua aus etwa 6 Auto-Std.).
Die gesamte Zumbahua-Quilotoa-Rundfahrt kann von u. bis Quito in
einem langen Tag geschafft werden. Optimale Voraussetzungen sind
hierfür die Trockenmonate Juni bis Sept., sowie ein privates
Fahrzeug und sehr frühzeitiges Aufbrechen. Geduldigen Benutzern
öffentlicher Busse sei bei einem Zumbahua-Ausflug eine vorherige
Übernachtung in Latacunga bzw. Saquisilí empfohlen.
Ein dicker Pullover o. ein gefütterter Anorak ist unabdinglich.
Der einzigartige Bergwelt-Trip lohnt sich!
San Miguel de Salcedo
Das 15 km südlich von Latacunga an der panamerikanischen Strasse
gelegene Salcedo, ist wegen seiner authentischen Eiskrem bekannt.
Die Bewohner des 2.650m hohen Städtchens schwören darauf
das beste Speiseeis des Landes zu produzieren. Ansichtssache! Wer
im Leihwagen unterwegs ist, sollte daher mal bei einem der Helados
de Paila - Läden stoppen. Darüberhinaus hat Salcedo einen
mehr o. weniger interessanten Sonntagsmarkt, sowie unter blauem
Himmel auch eine recht fotogene plaza mit weissgetünchter Kolonialkirche
zu bieten.
Die am nördlichen Ortsrand direkt an der “Pana”
gelegene Hostería Rumipamba de las Rosas (Tel. 726128, Fax
727103) bietet komfortable, teils mit antiquierten Möbeln ausgestattete
Bungalow-Apartments für übermüdete Leihwagenfahrer
und Cotopaxi-Ausflügler, die nicht unbedingt in Latacunga übernachten
wollen. Swimming-Pool, Kinderzoo (Lamas zum Reiten!), Tennisplätze.
Das Restaurant ist erstklassig, und sehr beliebt bei wohlhabenderen
ekuad. Familien. DZ um die 50 USD.
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