Ecuador > Naturschutzgebiete und Nationalparks
17 % der Fläche von Ecuador sind Nationalparks und Naturschutzgebiete.(46.190
km2)
Die National Parks Galapagos und Sangay wurden von der UNESCO zum
Weltnaturerbe erklärt.
YASUNI
Der Nationalpark Yasuní liegt in der Provinz Napo und wurde
1979 geschaffen. Er ist mit fast 1 Mio. Hektar der grösste
Nationalpark in Ecuador und liegt in einer wichtigen bio-geographische
Region in der sich endemische Pflanzen und Tiere seit dem Pleistozän
(20’000v.Chr.) bewahrt haben. Gemäss der UNESCO konnten
mehr als 700 Arten bestimmt werden, 500 Vögel und 200 andere
Tierarten. Die überaus artenreiche Fauna und Flora dieser Gegend
garantieren ein grossartiges Wildlife-Erlebnis, hier besteht auch
die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit den ansässigen
Huaorani-Indianern, die zusammen mit Umweltschutzorganisationen
eine kontroverse Auseinandersetzung gegen die Erölförderung
in ihren Territorien führen.
LLANGANATES
Dieser Park birgt eine der sonderbarsten und unwegsamsten Landschaften
Ecuadors mit rauem Moorland, tief eingeschnittenen Tälern,
Flüssen, See und unzähligen Wasserfällen. Der Park
ist mehrheitlich bedeckt von dichter Vegetation, das Wetter ist
regnerisch und kalt. Cerro Hermoso (4571m) ist der höchste
Berg in der Region
Die am häufigsten angetroffenen Tier sind Moorhasen, Waldhasen
und Wiesel, heimisch aber schwieriger zu beobachten sind: Brillenbär,
Weisschwanzhirsch, Paramohirsch, Paramofuchs, Puma, Tapir, Felsenhahn,
Condor.
Eroberer und Schatzsucher werden von diesem Gebiet in den Bann gezogen,
der Legend nach liegt hier irgendwo der Goldschatz des Incaherrschers
Atahualpa. Niemand hat bisher das Gold gefunden, doch die Legende
behauptet sich hartnäckig und jeder Besucher mag den mysteriösen
Reichtum des Ortes selbst bezeugen.
SUMACO-NAPO-GALERAS
Auf einer Fläche von 2052 qkm erstreckt sich dieser National
Park von 3900m auf 600m über verschiedene Ökosysyteme,
vom Hochgebirge über den Bergnebelwald bis hin zum tropischen
Regenwald. Der Napo-Galeras Gebirgszug hat mehrere Bäche und
Flüsse die in tiefen Schluchten verlaufen. Der Sumaco Vulkan
(3900m) ist umgeben von tropischem Regenwald und steht abseits vom
Massiv der Anden. Dieser National Park ist reich an Tierarten aus
dem tropischen Regenwald und dem feuchten Bergnebelwald: Brillenbär,
verschiedene Arten von Fledermäusen, Marder, Gürteltier,
Adler, Auerhahn, Felsenhahn und viele Arten von Reptilien und Amphibien.
Die häufigsten Baumarten sind neben vielen anderen Cedrela,
Lorbeer und Kautschuk. Einheimische der Quichua Sprachgruppe zugehörige
indianische Kommunen siedeln in den Randgebieten dieses National
Parks, in dessen unmittelbarer Nähe auch archäologische
Fundstätten der Cosanga Kultur zu finden sind.
PODOCARPUS
Liegt in den Provinzen Loja und Zamora-Chinchipe. Ausdehnung: 1422
qkm. Dieser Nationalpark liegt in den zwei klimatischen Zonen Urwald
und Hochland und weist eine grosse Pflanzen- und Vogelvielfalt auf.
Hier findet man neben den wunderbarsten Orchideen auch Bären,
Pumas, Kolibris, Tucane, Spechte und Reptilien. Es ist der ideale
Ort für botanische, ökologische und zoologische Forschung.
Wer gerne lange Wanderungen unternimmt und es dabei geniesst, dem
Vogelgezwitscher, dem Plätschern der Bäche und dem Tosen
der Wasserfälle zu lauschen, sollte das Erlebnis Podocarpus
auf keinen Fall verpassen.
SANGAY
Der National Park Sangay liegt im Grenzgebiet der drei Provinzen
Tungurahua, Chimborazo
und Morona Santiago. Fläche: 2718 qkm. Auf der Panamericana
gelangt man erst nach Riobamba, von dort dann zum Nationalparkeingang
nach Alao.
Im dortigen Verwaltungsgebäude gibt’s bescheidene Touristen
Information, Auskunft über Anmarschwege für Bergsteiger,
Pferde- und Tragtierverleih usw.. Drei wichtige Berge liegen in
diesem Park: Sangay (5230m), Altar (5404m) und Tungurahua (5016m).
Diese Berge bieten dem Wanderer, Trekker und Bergsteiger unzählige
Möglichkeiten sich zu vergnügen. Die Vulkane Sangay und
Tungurahua sind zur Zeit sehr aktiv und haben oft Ausbrüche,
dies ermöglicht spektakuläre Fotos aus unmittelbarer Nähe.
Einheimisch Kommunen leben auch in diesem National Park: im Norden
die Quichua-Canelos Indianer und im Süden die Shuar Indianer.
COTOPAXI
Der National Park Cotopaxi, benannt nach dem höchsten aktiven
schneebedeckten Vulkan der Erde (Cotopaxi, 5897m) liegt 60 km südlich
von Quito und ist in ungefähr einer Stunde Fahrzeit erreichbar.
Er bedeckt auf einer Höhenlage von zwischen 3400m und 5897m
eine Fläche von knapp 340 qkm. Der Vulkan Cotopaxi selbst ist
die wichtigste Attraktion dieses Parks. Bergsteiger und Abenteurer
aus aller Welt werden von ihm angezogen, zusammen mit vielen Touristen,
die mit Genugtuung und abhängig von der Akklimatisierung und
dem bergsteigerischen Können mehr oder weniger grosse Höhen
erreichen.
Die gewaltige Ebene, die den Vulkan umringt, bietet eine wunderschöne
Landschaft mit ausserordentlichen geologischen Bedingungen sowie
verschiedenartiger Tier- und Pflanzenwelt. Hier sind Hirsch, Puma,
Condor, Wildpferde und Lama zuhause.
Der Limpiopungo See in der Nähe des Rumiñahui Vulkans
(4723m.ü.m), ist der nächste Stopp. Er ist umgeben von
einer grossen Ebene in der es auch einige Zeltplätze gibt.
Die Ruinen von „Pucara“ sind eine vorspanische Inka-Festung,
die ebenfalls besucht werden sollte. Die drei erwähnte Ziele
sind nah beieinander und es sollte keine Schwierigkeiten bereiten,
sie alle an einem Tage zu besuchen.
Am Fusse des Cotopaxi werden Sie auch einen von Tupac Yupanqui im
15. Jahrhundert gebauten Inka Palast finden, er wurde im 17. Jahrhundert
vom Augustiner Orden in ein Kloster umgewandelt. Von dort aus werden
Sie eine wunderbare Aussicht von die Vulkane haben.
CAJAS
Dieser National Park liegt nur 34 km von Cuenca entfernt, auf einer
Höhe von 3000m.ü.m bis 3500m.ü.m.. Das Gebiet von
288 qkm besteht aus Bergen und 232 Seen die glazialen Ursprung haben
und miteinander durch kleine Flüsse und Bäche in Verbindung
stehen. Zwei der Flüsse die Cuenca umfließen, der Rio
Tomebamba und der Rio Yanuncay, entspringen hier.
Der Park ist Lebensraum von Säugetieren wie Weissschwanz-Hirsche,
Brillen-Bären, Pumas, Paramo-Hirsche, Paramo-Kaninchen und
Anden-Tapire. Als die wichtigsten Vogelarten können wir u.a.
Caracara, Condor, Anden-Tucan und Brillen-Ente nennen. Die vorherrschende
Vegetation in der Region wird bestimmt von: Chuquiragua, Paramo-Gras,
Yagual (Polylepis), Romerillo, Chachacoma, Encian, Romerillo und
dem Sarar. Der Park bietet ebenfalls archäologische Inka Stätten
bei Molleturo. Die Historiker glauben, dass diese Ruinen einst ein
„Tambo“ gewesen sind (Rastplatz für Inka-Kuriere
auf dem Weg von Cuzco nach Quito).
MACHALILLA
Liegt in der Provinz Manabi. Ausdehnung: 550 qkm. Dieser Park is
benannt nach der Kultur, welche hier zwischen 1800 und 1500 vor
Christi blühte. Sehenswert sind hier großartige landschaftliche
Szenarien die aus Buchten, Steilküsten, kilometerlangen Stränden
und Wäldern bestehen die einen hohen Erholungswert bieten und
wissenschaftlich attraktiv sind. Machalilla hat seinen speziellen
Reiz, zu nennen sind die Isla de la Plata vor der Küste von
Puerto Lopez, der Strand von Los Frailes, der archäologische
Fundort von Agua Blanca, Salango und die Strände von Puerto
Rico und Puerto Cayo.
Verpassen Sie ja „Los Frailes“ nicht, wo Sie in den
trockenen Küstenwald eintauchen und gleichzeitig wunderschöne
Strände genießen können. In „Isla de la Plata“
haben Sie die Chance Blaufusstölpel, Fregattvögel sowie
ein erstaunliches Seeleben zu sehen. In den Monaten Juni bis September
bietet der Machalilla National Park einen besonderen Höhepunkt,
viele Wale kommen in die küstennahen Gewässer um sich
zu paaren und können manchmal sogar vom Ufer aus gesichtet
werden.
Neben diesen 9 Nationalparks, verfügt Ecuador über 17
Naturschutzgebiete (siehe Karte (link mapa)) und andere wichtige
private Schutzgebiete und - Zonen.
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