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El Sombrero Fino de Panamá - Der feinste Strohhut der
Welt
Die Herkunft des legendären Panamá-Hutes läßt
sich bis auf 4.000 Jahre v. Chr. zurückverfolgen. Beweiskräftige
archäologische Figurenfunde einiger sombrero tragender Küstenkulturen
unterstreichen dies. Zu Ruhm u. Ehren gelangte die klassische Kopfbedeckung
aber erst viel später. Europäische Auswanderer, geblendet
vom Goldrausch in Kalifornien, entdeckten den sombrero fino 1848
auf ihrer Route von der “alten Welt” über Panamá
nach San Francisco.
Hergestellt wurden die Strohhüte aber ausschließlich
in Montechristi, Ecuador. Zu den größten Exporteuren
gehörte übrigens Eloy Alfaros Vater.
1855 machte das gute Stück dann auf der Weltausstellung in
Paris Furore. In Panamá waren die Sombreros aus pura paja
(purem Stroh) hingegen schon Jahrhunderte vorher gelandet. Balsaflöße
aus der Manabí-Region hatten die ersten handgeflochtenen
Exemplare zum Warenaustausch nach Mesoamérica (Zentralamerika)
mitgebracht, bevor im 19. Jhd. dann der massive Export über
den mittelamerikanischen Hafen u. Knotenpunkt einsetzte. Der irrtümliche
Name blieb bis auf den heutigen Tag erhalten, der wahre Herkunftsort
der feinsten und elegantesten unter allen Strohhüten dieser
Welt auch.
Das feine Stroh stammt von der grün-gelben, bis zu fünf
Meter hohen Toquilla-Palme (Carloduvica Palmata). Alle drei Monate
werden die dünnen langfaserigen Blätter mit der Machete
geschnitten, immer dann wenn sie gerade dabei sind sich zu öffnen.
Danach werden sie mit einem Kamm gestriegelt und 3-4 Stunden in
heißem Wasser gekocht. Dies nimmt den Fasern das Blattgrün,
und macht es geschmeidig. Anschließend wird das Stroh auf
einer Art Bügel an der Sonne getrocknet. Dieser Vorgang wird
unter Umständen mehrmals wiederholt (bei den superfinos). Während
der Sprühregenmonate von April bis August werden die Fasern
auch künstlich getrocknet. Das in Montechristi verwendete Stroh
wächst in erster Linie im 20 km westlich gelegenen Piles, ganz
in Pazifiknähe. Dort wird es auch für die Flechtereien
in Montechristi vorbehandelt.
Die mühevolle Flechtarbeit an einem einzigen superfino nimmt
zwischen drei und sechs Monate in Anspruch. Diese “superfeinen”
ultraleichten Qualitäts-Sombreros aus bestem Stroh werden viel
enger u. gleichmäßiger als die preiswerteren finos geknüpft,
sind 100% wasserdicht, und die Allerfeinsten unter den Feinsten
können durch einen Fingerring gezogen werden, ohne dabei auszufransen
oder ihre ursprüngliche Form zu verlieren. In Montechristi
selbst kann ein superfino zu einem Preis von mindestens 25 bis zu
120 USD erstanden werden, je nach Güte und Arbeitsaufwand.
Jeder dieser Sombreros wird in einer originellen Hutschachtel aus
Balsaholz mit ekuadorianischem Flaggenaufdruck geliefert. Weniger
aufwendige, jedoch trotzdem mitunter sehr kleidsame Strohhüte
aus paja toquilla, gibt es ohne Hutschachtel bereits ab 3 USD.
Auch in Chordelég, und anderen Orten der Cuenca-Region im
südlichen Andenhochland, werden Panamáhüte geflochten
und in Balsaholz-Schachteln verpackt. Im Unterschied zu den Sombreros
aus Montechristi erreichen diese aber nicht immer die gleiche Qualität.
Ein echter Strohhut aus Manabí verkörpert zudem den
Inbegriff der legendären, einer antiken Flechter-Tradition
entstammenden tropischen Kopfbedeckung namens Panamá.
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