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Volker Feser

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Panamericana Sur

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Panamericana Sur - "Die Strasse der Vulkane"
Reihenweise Gletscherriesen, ein paar rauchende Kraterschlote, bunte Flickenteppichfelder und verrunzelte Lehmhäuser, Bergbauern und Indiomärkte, schmatzende Kühe und grasende Lamas. Dazwischen ein berühmter "bolivarianischer" highway, der von Alaska bis Feuerland, und zu Füssen des höchsten aktiven Vulkankegels der Erde, die beiden amerikanischen Kontinente verbindet.

Zwei ausgeprägte, parallel verlaufende Kordillerenstränge (Occidental u. Oriental), bilden zwischen Quito und Riobamba die nach Alexander v. Humboldt benannte "Avenida de los Volcanes", dem geographisch profiliertesten Abschnitt des innerandinen Hochbeckens. Auf einer Fahrt über die Panamericana Sur, welche sich inmitten dieser beiden Gebirgsketten entlang schlängelt, kann der Betrachter an einem besonders schönen Tag mindestens ein halbes Dutzend Schneeriesen unter dem aquarellblauen Äquatorhimmel entdecken. Südlich von Quito ziehen sich linkerhand die 5.000er Gipfel des Antisana, Sincholagua, Cotopaxi, Tungurahua und Altar hin, rechterhand der Guagua Pichincha, die beiden Illinizas, der Carihuairazo, und der 6.310m hohe Chimborazo. Dazwischen liegen jeweils noch andere, ganzjährig schneefreie Vulkangipfel: Im Osten die 4.000er des Pasochoa, Rumiñahui u. Quilindaña, im Westen der Atacazo, Corazón u. Yanaurcu.

Nach etwa 25 km auf der bis dahin gut ausgebauten panamerikanischen Strasse, führt bei Aloag eine ebenfalls asphaltierte, rechte Abzweigung, innerhalb von 2 Std. ins tropische Santo Domingo an der sich ausladenden Küstenebene. Geradeaus der "Pana" folgend, kommt nach weiteren 8 km das 30.000 Einw. Städtchen u. Molkereizentrum Machachi. Das einzig interessante sind hier die sprudelnden "Thessalien-Quellen", aus denen das wohlschmeckende Güitig-Mineralwasser abgefüllt wird (4 km ausserhalb des Ortes, eiskalter Swimmingpool), sowie der alte Bahnhof von Machachi, welcher in eine schöne Hostería namens La Estación umgewandelt wurde. Während es zum Ortskern von Machachi links von der "Pana" weggeht, befindet sich die Abzweigung zum Bahnhof rechterhand, etwa 2 km nach der Ortsabfahrt, an der Kreuzung in Aloasí. Von dort aus führt eine meist gepflegte Kopfsteinpflasterstrasse fast schnurgeradeaus den Hang hoch, immer in Richtung Volcán Corazón, und trifft nach etwa 3 km auf das Bahngleis an der "Estación" von Machachi. Herrliche Aussicht auf das innerandine Hochbecken und seine Gipfel, Araukariengarten, koloniales Mobiliar, fürstliche Betten, exzellente einheimische Küche u. sehr zuvorkommender Service. Absolut empfehlenswert als frühzeitiger Ausgangspunkt für jegliche Art von Unternehmungen im Cotopaxi-Bereich! Tel. 309246, celular 09 471275. Um die 25 USD pro Pers., inkl. Abendessen u. Frühstück.



Hinter Machachi windet sich die "Pana" über immer grüner werdende Hügel und saftigere Weiden hinweg. Rechts der Strasse liegen der erloschene Krater des Corazón u. die beiden Illiniza-Gipfel, links davon strecken sich bald die dichten Pinienwälder des Cotopaxi-Nationalparks hin. Kurz darauf durchquert der mit dem Hahnenschrei aufbrechende Reisende den frühmorgendlichen Schatten des Cotopaxi-Vulkankegels, falls tückischer Nieselregen, oder ein aschefarbenes, die Kraterspitze einhüllendes Wolkenmeer, dies nicht zu verhindern wissen. Die beiden Zugänge zu diesem viel besuchten Naturschutzgebiet sind gut ausgeschildert, und jew. etwa 55 bzw. 65 km von Quito entfernt.

 

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