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Volker Feser

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Puerto López

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Fischkutter in der Bucht, Aasgeier am Strand, und grunzende Schweine auf der Hauptstraße.

Nur wenige Kilometer nördlich von Salango, am südlichen Ende eines herrlich blauen Meerbusens, liegt die kleine Fischerstadt Puerto López, in präkolumbianischen Zeiten auch Tusco genannt. Durch die Nähe zum Machalilla-Nationalpark, sowie einer bescheidenen, aber wachsenden touristischen Infrastruktur, ist das Städtchen heute ein idealer Treff u. Ausgangspunkt für Individual- u. Gruppenreisende in die südliche Manabí-Region.

Die schönen Abendrotstimmungen über dem Pazifik, die hoch aufragenden Klippen zu beiden Seiten der Bucht, sowie die kreischenden Seevögel um die frühmorgens einlaufenden Langboote u. Fischkähne mit ihren knarrenden Planken und verwitterten Segelmasten, geben dem Ort einen besonderen Touch. Nach Rückkehr der Fischer vom nächtlichen Fang, findet jeden Morgen der Handel mit der frischen Ausbeute am Strand statt. Thunfische, Picudos (Schwertfische), Rochen, und sogar Hammerhaie, werden auf dem Sand ausgebreitet, und in portionsgerechte Stücke zerhackt. Der Rest des Fangs wird direkt vom Boot aus feilgeboten, oder in groben Weidekörben und bunten Plastikeimern zu den Marktbuden hinter dem Strand geschleppt. Dieses Spektakel lassen sich die Schwärme von Seevögeln, riesigen schwarzen Geiern, und streunenden Hunde nicht entgehen. Jeder versucht ein Stück von den Fischabfällen zu ergattern - ein grobartiges Schauspiel!

Durch den neuerdings einsetzenden Tourismus verändert sich auch langsam die Beschäftigungslage für viele Bewohner. Boots-, Schnorchel, u. (saisonbedingt) Walbeobachtungstouren, werden inzwischen von einigen agencias vor Ort angeboten. Ein paar sympathische Restaurants und drei brauchbare Hotels sorgen für einen angenehmen Aufenthalt.

Die besten Monate um die sich bei der Isla de la Plata paarenden Buckelwale zu beobachten, sind Mitte Juni bis Ende September (siehe auch unter “Ayangue”). In dieser Zeit kommt allerdings die Sonne kaum zum Vorschein. Bedeckter Himmel, kühle Winde u. Sprühregen bestimmen dann vornehmlich das Klima in dieser südlichen Küstenregion. Diese “Schlechtwetterperiode” zieht sich meist bis in den November hin. Die trockensten Monate, die sehr viel Sonne und fast keinen Regen versprechen, sind Dezember und Januar.

Nach übermäßig starken Regenfällen kommt es in den “Wintermonaten” von Ende Januar bis Mitte Mai zu teils sintflutartigen Überschwemmungen, wenn Wasser- u. Schlammassen von den umliegenden Hügeln herunterrauschen und die Calle Principal (General Córdoba) in einen “Open-Air”-Schweinestall verwandeln. Hitze, Stechmücken und eine tagsüber mitunter starke tropische Sonneneinstrahlung stehen dann im krassen Gegensatz zu den “Sommermonaten” in der zweiten Jahreshälfte.

 

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