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Volker Feser

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San Vicente

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Genau gegenüber von Bahía auf der nördlichen Seite des estuario del Río Chone gelegen, hat im touristischen Sinne so gut wie nichts zu bieten. Der einstmals schöne lange Sandstrand fiel grösstenteils der neuen Asphaltstrasse San Vicente - Canoa - Jama - Pedernales zum Opfer. Diese Verbindung stellt bereits einen Streckenabschnitt der in Bälde bestehenden Marginal de la Costa dar, eine pazifische Alternative zur Panamericana des Hochlandes, die von Perú bis Kolumbien, dabei immer der Küste nach verlaufen wird.

Wenige Hundert Meter östl. v. San Vicente befindet sich der Flughafen Los Perales, welcher bis zur Herausgabe dieses Reiseführers vielleicht in Betrieb genommen wurde. Heute fertigt der aeropuerto lediglich Kleinflugzeuge ab, wird in naher Zukunft jedoch auch internationalen Airlines unbegrenzte Landemöglichkeiten erlauben. Eine TAME-Maschine nach Quito gab es bis Redaktionsschluss nicht mehr. Kleine avionetas fliegen für etwa 25 USD pro Pers. nach Guayaquil (2 x tägl.), Manta (nahezu tägl.), Portoviejo (nahezu tägl.), sowie n. Pedernales, Esmeraldas, Coaque u. and. Zielen (siehe dazu “Verbindungen” in Bahía).

Ein paar komfortable Hotelanlagen m. Swimmingpool, schmuddelige Pensionen und anrüchige Absteigen gibt es auch. Erwähnenswert sind die nobel anmutenden, etwas ausserhalb gelegenen Cabaña-Hosterías Alcatraz und Monte Mar, oder das heruntergekommene, jedoch nicht unsympathische Hotel Vacaciones im Zentrum des basarmässigen Ortes (m. Swimmingpool, Tennisplatz u. Aussichtspunkt, um die 12 USD pro Pers.).

Nach erfolgter Überfahrt mit der gabarra (Fähre) o. lancha (Boot) von Bahía, ist eine baldige Weiterfahrt zum Strand von Canoa oder zur Hacienda Don Juan jedoch wesentlich sinnenfreudiger als eine Übernachtung im schwülen San Vicente. Zwei Buskooperativen gegenüber des Bootsanlegers verbinden den Ort laufend mit Canoa (20 km, 30 Min.), Jama (70 km, 1,5 Std.) u. Pedernales (150 km, fast 3 Std.) an der nördl. Küste, sowie nach Chone weiter landeinwärts. Die etwas bessere der beiden cooperativas principales ist COACTUR, wogegen die COSTA NORTE ernsthafte Schwierigkeiten mit ihrem heruntergekommenen Fuhrpark hat. Über angehende Formel Eins - Rennfahrer u. “affige” Ticketkontrolleure verfügen jedoch beide! Taxis gibt es auch (San Vicente-Canoa etwa 8 USD).

Urtümliche rancheras verbinden San Vicente auch mit San Isidro, einem typischen montubio-Dorf ohne jegliche Infrastruktur, irgendwo in der Küstenkordillere verschollen: Archäologische Ausgrabungsstätten, feucht-heisser Urwald, fincas, mulas, sombreros, cafetales u. cacaotales. Cabañas zwecks Übernachtung sind 5 km vor San Isidro in Planung, ebenso dazugehörige Tourprogramme u. Mountain-Biking über die Kordillere hinweg nach Jama runter.

 

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