Ecuador Ecuador Ecuador Publique su hotel en ExplorinEcuador.com
Ecuador Ecuador
Ecuador Hotels & Unterkünfte Galapagos Inseln Aktivitäten & Touren Sehenswertes und Ortsführer Ecuador Information Karten Ecuador Reiseinformation Ecuador
  Ecuador   Ecuador   Ecuador  
Ecuador
 

Galapagos: Ecuadors grösster Schatz
Galapagos: Ecuadors grsster schatz
Ecuador Indigene Kulturen
Ecuador indigene kulturen
Ecuador Nationalpark
Ecuador nationalpark
Geschützte Gebiete in Ecuador
Geschtze Gebiete in Ecuador
Ecuatorianische Musik
Ecuatorianische music
Feiertage in Ecuador
Feiertage in Ecuador
Distanzen in Ecuador
Distanzen in Ecuador
Ecuador, was sie wissen müssen
Nordküste - Esmeraldas
Nordküste - Esmeraldas
Esmeraldas Provinz
Esmeraldas provinz
Atacames
Atacames
Muisne
Muisne
San Lorenzo
San Lorenzo
Río Verde - La Tola
Río Verde - La Tola
Montechristi
Montechristi
Buckelwale
Buckelwale
Panama Hüte
Haciendas an der Kste
Bahía de Caráquez
Bahía  de Caráquez
Manta
Manta
Machalilla Nationalpark
Machalilla Nationalpark
San Vicente
San Vicente
Puerto López
Puerto López
Guayaquil Ecuador
Guayaquil Ecuador
Playas - Salinas
Playas - Salinas
Montañita
Montañita
Machala / Puerto Bolivar
Machala / Puerto Bolivar
Borbón
Borbón
La Tagua
La         Tagua
Canoa
Canoa
Die Sonnenroute
Die Sonnenroute
Die Küste Ecuadors
Die kste Ecuadors
Ibarra
Ibarra
Ökologisches Reservat: Angel
Okologisches reservat: Angel
Otavalo Imbabura
Otavalo Imbabura
Quito Ecuador
Quito Ecuador
Quito Colonial
Quito Colonial
Nebelwald Mindo
Nebelwald Mindo
Besteigung des Cotopaxi
Besteigung des Cotopaxi
Ambato
Ambato
Banos Ecuador
Banos Ecuador
Guaranda
Guaranda
Riobamba
Riobamba Ecuador
Die Teufelsnase
Die Teufelsnase
Cuenca Ecuador
Cuenca Ecuador
El Cajas Naturschutzgebiet
El Cajas Naturschutzgebiet
Ingapirca
Ingapirca
Loja Ecuador
Loja Ecuador
Vilcabamba Naturführer
Vilcabamba Naturführer
Podocarpus Vögel und Reservat
Podocarpus vgel und reservat
Polylepis Wald – Der Paramo von El Angel
Polylepis Wald – Der Paramo von El Angel
Podocarpus Vögel und Reservat
Podocarpus Vögel und  Reservat
Zaruma
Zaruma
Peruanische Grenze
Peruanische Grenze
Thermalbäder & SPAs
Thermalbäder & SPAs
Inka-Trail
Inka-Trail
Cayambe
Cayambe
Las Illinizas
Las  Illinizas
Tungurahua
Tungurahua
Chimborazo
Cayambe
Vulkan Sangay
Vulkan Sangay
Altar Massiv
Altar Massiv
Pichincha Vulkan
Pichincha Vulkan
Macas
Macas
Naturschutzgebiet Cayambe-Coca - Vulkan Reventador
Naturschutzgebiet         Cayambe Coca Vulkan Reventador
Tena
Tena
Misahuallí
Misahuallí
Coca - "Puerto Francisco de Orellana"
Coca Puerto Francisco de Orellana
Lago Agrio- "Nueva Loja"
Lago Agrio Nueva Loja
Cuyabeno Naturschutzgebiet
Cuyabeno Naturschutzgebiet
Puyo
Puyo
David gegen Goliath
David gegen Goliath
Sucúa
Sucúa
Tzantza
Tzantza
Galapagos Inseln
Galapagos Inseln
Galapagos Entdecken
Galapagos Entdecken
Galapagos Meeresschutzgebiet
Galapagos Meeresschutzgebiet
Klima und Meeresströmungen
Klima und Meeresströmungen
Von Seefahrern, Siedlern, und satanischen Sagen
Von Seefahrern, Siedlern, und satanischen Sagen
Evolution
Evolution
Die Flora
Die Flora Galapagos Inseln
Die Fauna
Die Fauna Galapagos Inseln
Kreuzfahrten
Kreuzfahrten den Galapagos Inseln
Die Inseln
Die Inseln Galapagos Inseln

 

Ecuador » Ecuador Information »
Nationalpark Cotopaxi

Das seit 1975 geschützte páramo-Gebiet um den gleichnamigen, 5.897m hohen Vulkankegel, liegt etwa 60 km südlich von der Landeshauptstadt. Für ausländische Touristen gehört der bequem zu erreichende, und infrastrukturell gutbestückte 33.000 ha grosse Cotopaxi-Nationalpark, sicherlich zu den attraktivsten Naturschutzgebieten des Landes.

Für die Ekuadorianer selbst stellt das im unteren Bereich mit “importierten” Pinienwäldern durchzogene Hochlandareal eine Art Vorzeige-Reservat dar, gekrönt von einem potentiell aktiven, und perfekt geformten Vulkankegel, dessen geradezu majestätische Ausstrahlung bereits auf ungezähligen Ansichtskarten in alle Welt verschickt wurde.

Die im Yellowstone-Nationalpark (USA) inspirierten Wiederaufforstungen mit pinos, sollen vor allem der starken Bodenerosion entgegentreten, werden in internationalen Fachkreisen jedoch häufig kritisiert. Zum einen verschmäht die gefährdete einheimische Tierwelt grösstenteils die nicht-sesshaften Wälder, zum anderen wurden die Baumreihen oftmals viel zu eng gesetzt, was wiederum zum frühzeitigen Absterben vieler tausend Pinien geführt hat. Der weitaus interessantere Teil dieses riesigen vulkanischen “Freiluft-Museums” beginnt daher nicht zuletzt über der Baumgrenze bei etwa 3.800m. Bis zu diesem topfebenen páramo-Plateau steigt die Staubstrasse inmitten von dichten Pinienwäldern und entlang der letzten Lavaausflüsse sachte an. Einmal auf der Hochebene angekommen, befindet sich linkerhand die 4.675m hohe Felszacken-Halbkrone des Rumiñahui (“Steingesicht”), und rechterhand, zum Greifen nahe, der monumentale Schneekegel des Cotopaxi. Nach wenigen flachen Wegkilometern ist dann die fast 4.000m hohe Laguna de Limpiopungo erreicht, obligatorischer Stop für alle Parkkbesucher.

Sponsors

Über die windig-kalte, mit spärlichem Pflanzenwuchs versehene Schwemmlandebene zu Füssen des Vulkans, preschen des öfteren Wildpferde. Bussarde kreisen ab und zu über den umliegenden Höhenrücken. Kondore lassen sich hingegen viel seltener blicken. Campingfreunde können mit etwas Glück auch dem scheuen Andenfuchs aufgestöbern, eventuell in der Morgendämmerung. Nach Wölfen oder Pumas hält man jedoch vergeblich Ausschau. Berg- u. Trekkingführer wissen manchmal von fabelartigen Begegnungen mit diesen seltenen Tieren zu berichten. Im Umfeld der Lagune leben noch vereinzelte Exemplare der vom Aussterben begriffenen, schwarz- u. orangefarbenen Atelopus-Kröte. Wissenschaftler vermuten, dass die Ozon-bedingte Steigerung des UV-Lichtes der letzten 10 Jahre eine verheerende Wirkung auf die Kröten-Population zur Folge hatte. Im Gegensatz zu Eidechsen, Schlangen, Vögeln oder Säugetieren, hat die dünne ungeschützte Amphibienhaut keine Möglichkeit sich der tödlichen UV-Strahlung zu erwehren.

Anfahrt zum Nationalpark und zur Cotopaxi-Schutzhütte: Von der panamerikanischen Strasse führen zwischen Machachi und Latacunga zwei Hauptzufahrtswege direkt zum Parkeingang in der sogenannten Boliche-Erholungszone, welche dem Nationalpark vorgelagert ist. An der “Pana” aufgestellte Tafeln weisen auf die beiden Zufahrten hin. Von Quito kommend geht es nach jeweils 55 bzw. 65 km links weg! Beide Zufahrten führen nach Überqueren des Bahngleises Quito-Riobamba im späteren Verlauf wieder zusammen, und bilden beim Parkeingang einen einzigen Anfahrtsweg.

Benutzer öffentlicher Busse steigen besser an der zweiten Zufahrt aus. Vor allem an gutbesuchten Wochenenden ist Trampen an dieser verkehrsreicheren Zufahrtsstrasse einfacher. Ein paar Kilometer südlich des zweiten Zuganges befindet sich an der Panamericana das Städtchen Lasso, wo auch die Möglichkeit besteht eine camioneta für den insgesamt 25 km langen Zufahrtsweg bis zur Schutzhütte zu mieten. Der Preis für das robuste Fahrzeug beträgt mindestens 20 USD.

Am bewachten Parkeingang wird pro Besucher eine Eintrittsgebühr von 10 USD erhoben. Ganz in der Nähe gibt es neben Picknickwiesen, Grill- u. Campingplätzen, auch weitläufige Freigehege für Lamas und Rotwild, sowie im weiteren Umfeld auch verschlungene Waldpfade für Spaziergänger und Pilzsucher. Nach Passieren der Schranke am Parkeingang steigt die Zufahrtsstrasse allmählich an, und erreicht nach fast 6 km das etwa 3.600m hohe Besucherzentrum “Campamento Mariscal Sucre” (mit integriertem Naturkundemuseum). Von dort aus geht die staubige Strasse noch ein Stückchen weiter bergauf bis zur páramo-Hochebene, und erreicht nach wenigen flachen Kilometern die Limpiopungo-Lagune.

Etwa 3 km hinter der Lagune zweigt rechts ein 8-9 km langer Serpentinen-Fahrweg ab, der schliesslich bis zum 4.600m hohen, manchmal schneebedeckten Parkplatz unterhalb der Schutzhütte führt. Herkömmliche PKWs werden auf dieser steilen Vulkanstaubstrasse aufgrund der grossen Höhenüberwindung ihre Schwierigkeiten haben. Für das restliche Stück vom parqueadero bis zum 4.800m hohen Refugio José Ribas ist dann ein relativ anstrengender 40-minütiger Aufstieg über einen völlig vegetationslosen Aschen- u. Geröllhang nötig.

Die zweistöckige Schutzhütte verfügt über 30 primitive Hochbetten, Kochmöglichkeit (Gas), Trinkwasser aus der Schneeschmelze vom Dach, Aufenthaltsraum mit Kaminfeuer, und leider auch ein paar entsetzlich “vollgeschissenen” Toiletten. Letztere sind wegen zeitweiser Vernachlässigung seitens des Hüttenwartes nicht immer zu benutzen. Einzige Ausweichmöglichkeit bietet somit oftmals nur die freie Natur. Ein echtes Manko im ansonsten gut gepflegten Nationalpark! Eine Übernachtung im oftmals überfüllten refugio kostet etwa 8-10 USD. Ein dicker Schlafsack muss selbst mitgebracht werden. Durch das ständige Hin u. Her dutzender von Bergsteigern ist an Schlaf jedoch kaum zu denken.

Viele Touristen sehen sich aufgrund fehlender Betten manchmal sogar gezwungen auf dem kalten Boden zu nächtigen, dies trotz entrichteter Übernachtungsgebühr. Der Parkverwaltung scheint es relativ gleichgültig zu sein, ob die Aufnahmekapazität der Schutzhütte (bei weitem) überschritten wurde. An manchen Tagen stehen sich laut Berichten manchmal bis zu 100 Gipfelstürmer auf den Füssen herum. Eine Vorab-Information ist diesbezüglich nicht zu erhalten. Samstage tendieren jedoch eher zu mehr Betriebsamkeit. Cotopaxi-Besteiger seien deshalb vor den mitunter chaotischen Zuständen im Refugio José Ribas gewarnt, was dem eigentlichen grandiosen Vorhaben, der Bezwingung des höchsten aktiven Vulkankegels des Planeten, keinen Abbruch tun soll!

Wer von der Limpiopungo-Lagune weiter geradeaus fährt, anstatt rechts zum refugio hoch, gelangt nach wenigen km an eine weitere Weggabelung:

Der linke Zweig führt zu einem sehr selten benutzten dritten Parkeingang, und im Anschluss über eine wunderschöne alte Pflastersteinstrasse nach Machachi auf die “Panamericana” zurück (etwa 35 km südlich von Quito). Für Allradfahrzeuge bietet sich somit die Möglichkeit einer ausgiebigen Hochgebirgs-Rundfahrt an, die zwischen dem Flanken-Dreieck Cotopaxi, Rumiñahui, und dem 4.900m hohen Sincholagua hindurchführt.

Saquisilí
Jeden Donnerstag findet in diesem kleinen Andenstädtchen einer der beeindruckendsten indianischen Märkte des Hochlandes statt. Auf insgesamt acht plazas werden in einem bunten Wirrwarr aus kreolischer Geschäftstüchtigkeit und bäuerlichem Handelstreiben Waren aller Art feilgeboten. Wobei der etwas ausserhalb gelegene Tiermarkt sicherlich den absoluten Höhepunkt bildet, welcher im Gegensatz zum restlichen Marktgeschehen jedoch nur bis 9 Uhr morgens andauert. Obwohl der Touristenstrom inzwischen diesen authentischen Markt längst “entdeckt” hat, befindet sich Saquisilí nachwievor in den Händen der traditionsverbundenen, Filzhut tragenden Einheimischen, die an diesem Tag sehr zahlreich von den naheliegenden Berghöhen herabsteigen und voller Zuversicht in das Städtchen einfallen. Hier wird nichts touristisch orientiertes vorgegaukelt (siehe Otavalo), sondern wie seit erdenklichen Zeiten gefeilscht und gehandelt. Überladene Frucht- u. Gemüsestände, Mais- u. Bananenberge, sortenweise Kartoffelsäcke, Weidekörbe u. Kaktusseile, zusammengeschweisste Blechkanister u. Giesskannen, Reit- u. Plastikgeschirr, Pötte u. Schuhe aus Autoreifen, Schrotgewehre, Macheten, Kleiderstoffe, geduldig ausharrende Schafe, Kühe, Pferde, Lamas und Maultiere, sowie hysterisch quiekende oder bereits aufgeschlitzte Schweine. Ein absolutes Muss für jeden Hochlandbesucher!

Dieser Abstecher nach Saquisilí kann auf vielfältige Weise mit einem Ausflug in den Cotopaxi-Nationalpark, der Hostería “La Ciénega”, oder der Quilotoa-Kraterlagune, bzw. dem ebenso sehenswerten Samstagsmarkt von Zumbahua, kombiniert werden.

Die 400 Jahre alte Hostería La Ciénega befindet sich ungefähr 65 km südlich von Quito und 20 km nördlich von Latacunga, lediglich einen Katzensprung von der panamerikanischen Strasse entfernt. Etwas weiter südlich vom Städtchen Lasso kommt rechts eine gepflasterte Abzweigung, die nach 2 km in eine alleengleiche Einfahrt übergeht. Das herrschaftliche Gut der namhaften Familie Lasso war einst die wichtigste hacienda der gesamten Cotopaxi-Provinz.

Ihre zu verwaltenden Ländereien reichten vom südlichen Stadtrand Quitos bis hin nach Ambato. Den Reiz dieser geschichtsträchtigen Hotel-Mansion machen die meterdicken Wände u. hohen Decken, die langen weissgetünchten Korridore, die edlen Hölzer u. das antiquierte Mobiliar plus Ahnengalerie aus. Darüberhinaus gibt es uralte Bäume, sowie einen herrlichen Blumengarten mit kolonialer Kapelle. Hier schlief neben Vizekönigen und Präsidenten auch der berühmte Berliner Wissenschaftler Alexander von Humboldt.

Latacunga
Die knapp 70.000 Einw. zählende Hauptstadt der Provinz Cotopaxi liegt etwa 85 km südlich von Quito auf 2.850 Höhenmetern. Auf der Fahrt entlang der “Strasse der Vulkane” kommt ein Reisender zwangsläufig an Latacunga vorbei, dessen Zentrum sich von der “Pana” aus betrachtet auf der gegenüberliegenden östlichen Seite des Río Cutuchi befindet. Durchschnittstemperaturen von 12 Grad und ein wenig interessantes Strassenbild dürften für Touristen kaum ein Grund zu einem längeren Aufenthalt darstellen. Für Ausflüge in den Cotopaxi-Nationalpark, oder zu den Indiomärkten von Saquisilí, Pujilí und Zumbahua, bietet sich die Stadt jedoch als Ausgangspunkt an. Eine alljährlich am 24. September stattfindende Fiesta de la Mama Negra zieht sogar Tausende von einheimischen und ausländischen Besuchern an.

Der Name Latacunga entstammt dem indianischen Begriff Llacta Cunani, was etwa “Land meiner Wahl” bedeutet. Bereits in den Anfängen der conquista wuchs Latacunga bald zu einem wichtigen Missions- u. Verwaltungszentrum heran. Von den einst prachtvollen kolonialen Häuserfassaden ist jedoch nur noch sehr wenig übriggeblieben. Die katastrophalen Ausbrüche des Cotopaxi zerstörten die Stadt dreimal im Laufe ihrer Geschichte: 1742, 1768 u. 1877.

Hinzu kam verheerendes Erdbeben im Jahre 1797. Nichtsdestotrotz wurde Latacunga jedesmal an gleicher Stelle wieder neu aufgebaut. Der Grund dafür muss wohl in der Frömmigkeit seiner Bewohner zu suchen sein. Sinnbildlicherweise überstand ausgerechnet die aus Vulkangestein geschaffene Kathedrale jedes dieser dantesken Höllenfeuer nahezu unbeschadet.

Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten der im Schachbrettmuster angelegten Stadt (gleicher Grundriss wie zu Kolonialzeiten), zählt ausser der bereits erwähnten Catédral am hübschen Parque Vicente León, das ethnographische Museum Molinos de Montserrat in der Calle Vela, zw. Maldonado u. Pastaza (geöffnet Di - Sa v. 10-17 Uhr), das alte Krankenhaus in der Calle Quevedo u. Hermanas Páez, sowie die Virgen del Volcán in der Kirche La Merced (Ecke Echeverría u. Orellana), und der nahe Aussichtshügel El Calvario.

Pujilí
Etwa 10 km westlich von Latacunga, auf der Asphaltstrasse nach Zumbahua, liegt das Indiodorf Pujilí, dessen spanische Gründung auf das Jahr 1570 zurückgeht. Erst vor wenigen Jahren noch wurde dieses kleine Agrar- u. Artesanía-Zentrum von einem heimtückischen Erdbeben heimgesucht, welches vor allem an vielen alten Adobe-Häusern in der bäuerlichen Umgebung erhebliche Schäden anrichtete. Hier findet jeden Sonntag, und in geringerem Umfang auch mittwochs, einen reizvoller, wenig touristisch orientierter Markt statt. Wobei billige Haushaltswaren unter den Einheimischen der grosse Renner zu sein scheinen. Für Touristen sind die manchmal zum Verkauf angebotenen traditionellen Holzmasken interessant, die in gewisser Hinsicht an die alemanische Fasnacht erinnern mögen, sowie allerlei kunstvoll bemalte wie variantenreiche Keramikartikel.

Vom zentralen Parque Luis Vivero aus, führt eine steile Treppe auf einen lohnenswerten Aussichtshügel, der ausser dem Marktgeschehen und einer durchaus hübschen Franziskanerkirche namens Iglesia Matriz, eine kleine zusätzliche Attraktion im ansonsten lethargisch-andinen Pujilí darstellt. An Fronleichnam findet auf dem Hauptplatz eine abwechslungsreiche Fiesta de los Danzantes statt, welche insbesonders Fotofreunde begeistern dürfte. Dabei ziehen karnevaleske Maskentänzer auf hohen Stelzen durch die umliegenden Strassen. Ihre kuriosen Kostüme sind teils mit winzigen Spieglein bestückt!

Zumbahua / Laguna Quilotoa
Ein- bis zweitägiger Abstecher in die Westkordillere, von der “Panamericana” bei Latacunga bis zur “Panamericana” bei Saquisilí/Cotopaxi (oder auch umgekehrt). Diese Hochland-Rundreise, eine der landschaftlich beeindruckendsten in Ecuador, beinhaltet etwa 200 km:

2-3 Busstunden westlich v. Latacunga (löchrige Asphaltstrasse) liegt auf einer meseta in der Cordillera Occidental das 40-Häuser-Dorf Zumbahua, wo jeden Samstagmorgen ein sehenswerter farbenfreudiger Indio-Markt stattfindet. Bei dem überaus authentischen Anden-Ausflug, gilt es neben der grossartigen, hochprozentig fotogenen Berg- u. Kulturlandschaft, insbesonders auf störrische Lamas u. diebische Ponchoträger zu achten! Quichua ist in dieser abgelegenen páramo-Region nachwievor die Muttersprache! Für eine sauerstoffarme Übernachtung kann in Zumbahua das preisgünstige Hostal Cóndor Matzi empfohlen werden (Frühst., Ww, Infos, diverse Führungen).

Von Zumbahua aus führt nach etwa einer halben Stunde eine Staubstrasse in nördl. Richtung zur blaugrünschimmernden Kraterlagune von Quilotoa (14 km), einem der schönsten vulkanischen Kaltwasserseen der ekuad. Anden! Hierbei kann in Zumbahua eine camioneta gemietet (5 USD), oder auch auf halbem Wege angehalten werden. Sporadische Klapperbusse gibt es auch. Zu Fuss sind es etwa 4 tapfere Stunden. Die Lagunen-Rundumwanderung selbst nimmt bis zu 7 Std. in Anspruch. Nur in einer Gruppe gehen, ausgerüstet mit einem reichhaltigen Bonbon- u. Kugelschreiber-Sortiment für bettelnde Kinder, und einem Knüppel für die kläffenden Köterhorden! Am Kraterrand über der Lagune, kann in der einfachen Unterkunft von Jorge Latacunga übernachtet werden, Schlafsack ist mitzubringen!

Kurz vor der Lagune ist eine Weggabelung. Der rechte Zweig führt nach 500m direkt zur Lagune, links geht es nach knapp 1 Std. ins nördl. gelegene Chugchilán (20 km). Wenige km hinter dieser Ortschaft in Richtung Sigchos, befindet sich am Hang über der Strasse, auf 3.200m, die hübsche Hazienda-Pension The Black Sheep Inn der beiden eingewanderten Nordamerikaner Michelle u. Andy (5 Std. zu Fuss v. Quilotoa): Unten gibt es Mehrbett- u. oben Doppelzimmer, vegetarische Küche, Pizzas, Bio-BC draussen. Ein DZ kostet 36 USD (inkl. 3 Mahlzeiten), Pferdevermittlung ist möglich. Nach starken Regenfällen ist der schlammige Abschnitt Quilotoa-Chugchilán jedoch für PKW´s sehr schwierig (kräftige 4x4 Fahrzeuge schaffen es allemal). Das “Schwarze Schaf” ist somit in den feuchtkalten Monaten v. Feb. bis Mai, zumindest für Normalfahrzeuge, nur in umgekehrter Richtung von Saquisilí/Toacazo/Sigchos aus zu erreichen. Busse gibt es v. Saquisilí über Sigchos.

Über Chugchilán/The Black Sheep Inn geht es nördl. nach Sigchos weiter (sonntägl. Markt, Residencial Sigchos m. Ww), dann auf einer kurvenreichen Holperstrecke, südl. der beiden Illiniza-Gipfel, hinunter ins innerandine Hochbecken nach Toacaso (bzw. Saquisilí), wo wieder auf die panamerikanische Strasse eingefädelt werden kann (von Zumbahua aus etwa 6 Auto-Std.). Die gesamte Zumbahua-Quilotoa-Rundfahrt kann von u. bis Quito in einem langen Tag geschafft werden. Optimale Voraussetzungen sind hierfür die Trockenmonate Juni bis Sept., sowie ein privates Fahrzeug und sehr frühzeitiges Aufbrechen. Geduldigen Benutzern öffentlicher Busse sei bei einem Zumbahua-Ausflug eine vorherige Übernachtung in Latacunga bzw. Saquisilí empfohlen. Ein dicker Pullover o. ein gefütterter Anorak ist unabdinglich. Der einzigartige Bergwelt-Trip lohnt sich!

San Miguel de Salcedo
Das 15 km südlich von Latacunga an der panamerikanischen Strasse gelegene Salcedo, ist wegen seiner authentischen Eiskrem bekannt. Die Bewohner des 2.650m hohen Städtchens schwören darauf das beste Speiseeis des Landes zu produzieren. Ansichtssache! Wer im Leihwagen unterwegs ist, sollte daher mal bei einem der Helados de Paila - Läden stoppen. Darüberhinaus hat Salcedo einen mehr o. weniger interessanten Sonntagsmarkt, sowie unter blauem Himmel auch eine recht fotogene plaza mit weissgetünchter Kolonialkirche zu bieten.

Die am nördlichen Ortsrand direkt an der “Pana” gelegene Hostería Rumipamba de las Rosas (Tel. 726128, Fax 727103) bietet komfortable, teils mit antiquierten Möbeln ausgestattete Bungalow-Apartments für übermüdete Leihwagenfahrer und Cotopaxi-Ausflügler, die nicht unbedingt in Latacunga übernachten wollen. Swimming-Pool, Kinderzoo (Lamas zum Reiten!), Tennisplätze. Das Restaurant ist erstklassig, und sehr beliebt bei wohlhabenderen ekuad. Familien. DZ um die 50 USD.

von Volker Feser, Reisebuchautor

Lesen sie mehr dazu im Reisefhrer Ecuador von Volker Feser

 
Mountain Climbing Tour Operator High Summits
High Summits Mountain Climbing Tour Operator
Ecuador Travel Galapagos Tours Amazon Tours
Ecuador Travel Galapagos Tours Amazon Tours
Hotel
Cuello de Luna
Hotel de Montaña Cuello de Luna
Ecuador Maps
  ExploringEcuador: Ecuador and Galapagos Islands Travel Guide (English)

ExploringEcuador: Guía de turismo y viajes en el Ecuador (Español)

Ecuador Top Sites:
Bergsteigen und Bergreisen Ecuador - Cotopaxi - Chimborazo
Hotel am Cotopaxi, Hacienda Cuello de Luna beim Nationalpark Cotopaxi
Galapagos Cruises and Climbing in Ecuador
SalsaReisen Tour Operator
Surtrek Tour Operator
Cotopaxi Besteigung, Chimborazo Bersteigung
Bergsteigen in Ecuador - Bergführer in Ecuador
Biken und Biking in Ecuador

Hosting, Diseño, Programación, Desarrollo de sitios Web Ecuador
Powered by ImpactoVisual