Ecuador Ecuador Ecuador Publique su hotel en ExplorinEcuador.com
Ecuador Ecuador
Ecuador Hotels & Unterkünfte Galapagos Inseln Aktivitäten & Touren Sehenswertes und Ortsführer Ecuador Information Karten Ecuador Reiseinformation Ecuador
  Ecuador   Ecuador   Ecuador  
Ecuador
 

Galapagos: Ecuadors grösster Schatz
Galapagos: Ecuadors grsster schatz
Ecuador Indigene Kulturen
Ecuador indigene kulturen
Ecuador Nationalpark
Ecuador nationalpark
Geschützte Gebiete in Ecuador
Geschtze Gebiete in Ecuador
Ecuatorianische Musik
Ecuatorianische music
Feiertage in Ecuador
Feiertage in Ecuador
Distanzen in Ecuador
Distanzen in Ecuador
Ecuador, was sie wissen müssen
Nordküste - Esmeraldas
Nordküste - Esmeraldas
Esmeraldas Provinz
Esmeraldas provinz
Atacames
Atacames
Muisne
Muisne
San Lorenzo
San Lorenzo
Río Verde - La Tola
Río Verde - La Tola
Montechristi
Montechristi
Buckelwale
Buckelwale
Panama Hüte
Haciendas an der Kste
Bahía de Caráquez
Bahía  de Caráquez
Manta
Manta
Machalilla Nationalpark
Machalilla Nationalpark
San Vicente
San Vicente
Puerto López
Puerto López
Guayaquil Ecuador
Guayaquil Ecuador
Playas - Salinas
Playas - Salinas
Montañita
Montañita
Machala / Puerto Bolivar
Machala / Puerto Bolivar
Borbón
Borbón
La Tagua
La         Tagua
Canoa
Canoa
Die Sonnenroute
Die Sonnenroute
Die Küste Ecuadors
Die kste Ecuadors
Ibarra
Ibarra
Ökologisches Reservat: Angel
Okologisches reservat: Angel
Otavalo Imbabura
Otavalo Imbabura
Quito Ecuador
Quito Ecuador
Quito Colonial
Quito Colonial
Nebelwald Mindo
Nebelwald Mindo
Besteigung des Cotopaxi
Besteigung des Cotopaxi
Ambato
Ambato
Banos Ecuador
Banos Ecuador
Guaranda
Guaranda
Riobamba
Riobamba Ecuador
Die Teufelsnase
Die Teufelsnase
Cuenca Ecuador
Cuenca Ecuador
El Cajas Naturschutzgebiet
El Cajas Naturschutzgebiet
Ingapirca
Ingapirca
Loja Ecuador
Loja Ecuador
Vilcabamba Naturführer
Vilcabamba Naturführer
Podocarpus Vögel und Reservat
Podocarpus vgel und reservat
Polylepis Wald – Der Paramo von El Angel
Polylepis Wald – Der Paramo von El Angel
Podocarpus Vögel und Reservat
Podocarpus Vögel und  Reservat
Zaruma
Zaruma
Peruanische Grenze
Peruanische Grenze
Thermalbäder & SPAs
Thermalbäder & SPAs
Inka-Trail
Inka-Trail
Cayambe
Cayambe
Las Illinizas
Las  Illinizas
Tungurahua
Tungurahua
Chimborazo
Cayambe
Vulkan Sangay
Vulkan Sangay
Altar Massiv
Altar Massiv
Pichincha Vulkan
Pichincha Vulkan
Macas
Macas
Naturschutzgebiet Cayambe-Coca - Vulkan Reventador
Naturschutzgebiet         Cayambe Coca Vulkan Reventador
Tena
Tena
Misahuallí
Misahuallí
Coca - "Puerto Francisco de Orellana"
Coca Puerto Francisco de Orellana
Lago Agrio- "Nueva Loja"
Lago Agrio Nueva Loja
Cuyabeno Naturschutzgebiet
Cuyabeno Naturschutzgebiet
Puyo
Puyo
David gegen Goliath
David gegen Goliath
Sucúa
Sucúa
Tzantza
Tzantza
Galapagos Inseln
Galapagos Inseln
Galapagos Entdecken
Galapagos Entdecken
Galapagos Meeresschutzgebiet
Galapagos Meeresschutzgebiet
Klima und Meeresströmungen
Klima und Meeresströmungen
Von Seefahrern, Siedlern, und satanischen Sagen
Von Seefahrern, Siedlern, und satanischen Sagen
Evolution
Evolution
Die Flora
Die Flora Galapagos Inseln
Die Fauna
Die Fauna Galapagos Inseln
Kreuzfahrten
Kreuzfahrten den Galapagos Inseln
Die Inseln
Die Inseln Galapagos Inseln

 

Ecuador » Ecuador Information »
Quito Umgebung

Santuario de Guapúlo
Unterhalb des Hotel “Quito”, in einem östlichen Ausläufer des Quito-Hochbeckens, liegt das Künstlerviertel von Guapúlo mit seiner kolonialen Wallfahrtskirche La Virgen de Guadalupe (1644-93), dem steilen Camino de Orellana (Weg des Orellana) mit dem einen oder and. weiß-blauen Kolonialhäuschen und der imposanten Mansion des spanischen Botschafters.

Außerordentliche religiöse Kunstwerke zieren das Innere der Wallfahrtskirche, an dessen Stelle Gonzálo Pizarro u. Francisco de Orellana 1541 ihren letzten Segen vor dem gewagten Abmarsch ins “Land des Zimtes” ( país de la canela) erhielten. Über 3.000 Mann stark war das Eroberungsheer der Konquistadoren, daß sich auf der heute immernoch bestehenden Pflastersteinstraße, dem “Weg des Orellana”, zur Kirche hinabwälzte. Die Malereien im Zentralschiff u. der Sakristei stammen von Miguel de Santiago (16. Jh.). Dieser Künstler verwendete als Hintergrund seiner streng religiösen Thematiken oft Elemente amerikanischen Ursprungs wie Berge, Täler oder Bauern. Die Schnitzereien des Seitenaltars sind von Juan Bautista Menacho und gelten als herausragende Beispiele der arte colonial. Die Jungfrau von Guadalupe auf dem Hauptaltar wurde von Diego de Robles gefertigt und Luis de Rivera (17. Jh.) bemalt. Geöffnet wird die Wallfahrtskirche Mo - Sa v. 8-11 u. 15-18 Uhr.

Sponsors

Das unter Alternativkünstlern u. Nachtschwärmern beliebte Café Guapúlo, auf halbem Wege hinunter zur Kirche, hat meistens erst am späten Nachmittag geöffnet. Snacks, Tees, Kaffees, Säfte, kl. Terrasse m. Blick ins Tal von Tumbaco, und bei Sichtweite auf den Schneeriesen Cayambe.

Mitad del Mundo
Das solide, 25 km nördlich des Stadtzentrums gelegene 30m hohe Monument, weist auf genau die Stelle hin, wo die franz.-span. geodätische Expedition von Charles de la Condamine, Luis Godin u. Pedro Bouguer (1736-1744) die Position des Äquators festlegte. Sie hatten sich bei den damals limitierten Meßinstrumenten gerademal um 180m verrechnet. Ein darin untergebrachtes ethnographisches Museum veranschaulicht das bunte Völkergemisch der verschiedenen ekuadorianischen Regionen. Tickets (boletos) gibt es am Schalter im Hauptgebäude, Di - Fr 10-16h, Sa u. So 10-17h, 0.30 USD.

Drumherum wurde gleich ein ganzes Dorf im Kolonialstil nachgebaut. Die markierte Äquatorlinie verläuft durch das gesamte Modelldorf, vom Monument über die plaza bis zum Altar einer Kirche.

Es ist also möglich mit einem Bein auf der Nord- und mit dem anderen auf der Südhalbkugel zu stehen. Hochzeitspaare können sich in der kolonialen Modellkirche das Ja-Wort geben.

Außerdem werden in einem separaten Gebäude Quito, Guayaquil und Cuenca als detailgetreue Miniaturstädte wiedergegeben. Weiterhin findet man eine Reihe von Restaurants, Souvenirshops, Kunstgalerien, Eisdielen, ein Postamt, eine EMETEL- Zweigstelle und eine Stierkampfarena.

An sonnigen Wochenenden kommen scharenweise Touristen aus den Provinzen. Die Hinfahrt von Quito erfolgt am besten mit dem Bus MITAD DEL MUNDO, der ständig die Avenida América in Richtung Norden befährt. Am besten an der Ecke Colón - América oder an der Plaza Indoaméricana warten. Acht geben wegen Taschendieben, die Busse sind oft eng und überfüllt. Ein Taxi von der Stadtmitte kommt auf etwa 10 USD, je nach Verhandlungsgeschick und Ausgangspunkt.

An jedem 21. März und 22. September, bei absoluter Tagundnachtgleiche (equinoccio), wird am Äquatordenkmal ein Inti Raími Festival abgehalten. Die tiefverwurzelte, aus Inkazeiten herrührende Zeremonie, heute allerdings mehr dem Tourismus zuliebe inszeniert, ist dem jeweiligen Aussaat- und Erntezyklus gewidmet.

Nach etwa 4 km auf der asphaltierten Straße in Richtung Calacalí (Nordwesten), wohin übrigens das zuerst erbaute Äquatordenkmal von 1936 hinverfrachtet wurde, kommt rechts eine beschilderte Abzweigung, die zum Rand des gewaltigen erloschenen Kraters von Pululahua führt. Hier gibt es einen Parkplatz und ein paar Ramsch verkaufende indigenas. Die kesselförmige, senkrecht abfallende Öffnung, hat einen Durchmesser von 4-5 km und ist an dieser Stelle etwa 600m tief. Der Kraterboden ist bewohnt und wird landwirtschaftlich genutzt (Getreide- u. Zuckerrohrfelder).

Nachmittags ist durch rasch aufziehenden dichten Nebel manchmal rein gar nichts mehr zu sehen. Links führt ein steiler Serpentinenpfad hinunter (1 Std. runter und 2 rauf!). Mit einem dort kurz wartenden Taxi kostet die Hin- u. Rückfahrt vom Mitad del Mundo - Monument etwa 7-10 USD. Die seltsamen “Wolkenfänger” auf den Hügeln sammeln Kondenswasser in dieser trockenen Klimanische. Rechts oben über dem mirador (Aussichtspunkt) gibt es ein sehr teures wie exklusives Aussichtsrestaurant namens El Cráter (Tel. für Reservationen: 439254). Ein Schild weist kurz davor darauf hin - es geht rechts ab!

Eine weitere Anfahrtsmöglichkeit stellt eine Schotterstraße dar, einzige Zufahrt zum Kraterboden auf 2.300 m Höhe, welche kurz vor Calacalí erst rechts zum Rand hoch, und dann in den Riesenschlund hinab geht. Gleich nach dem abgeflachten Pass, 500m hinter der Texaco-Tankstelle bei einem Pinienwäldchen, geht es rechts rein, hölzerner Wegweiser! Ein geländegängiges Fahrzeug wird empfohlen.

Diese über 3.000 Hektar umfassende Reserva Geobotánica Pululahua, 1978 dazu deklariert, beherbergt viele Kolibri- u. Schmetterlingsarten, sowie eine ursprüngliche u. eigenartige Pflanzenwelt. Es gibt ein Restaurant, eine schwer erreichbare Thermalquelle, und eine großartige Schlucht nach Westen hin, der Quellmündung des Río Blanco. Der Österreicher Erich Lehenbauer, Besitzer der Pension “Parque Italia” in Quito, organisiert im Krater Pferdetouren. Ausgangspunkt für die ein- oder auch mehrtägigen Ausritte ist die finca Colibri, wo auch übernachtet werden kann. Nähere Information in Quito unter Tel. 224393 o. 09 462823 (celular).

Die terrassenförmigen Steinmauern von Rumicucho stellen eine alte Festung dar, die den Inkas als Vorposten zur Unterwerfung der nördlichen Volksstämme diente. Das Quechua-Wort pucará bedeutet befestigter Ort o. Festung. Damit bezeichnete man eine von den Inkas auf Hügelgipfeln errichtete Verteidigungs-, bzw. Eroberungsanlage. Die Pucaras befanden sich vornehmlich an strategischen Orten mit ausgezeichneter Sicht. Auf spiralenförmigen Erdwällen erstellt, und von Schutzmauern umgeben, waren in ihnen oft ganze Armeen untergebracht. Im Innern dieser durch enge Portale kontrollierten Pucaras befanden sich Behausungen unterschiedlicher Form: rund, quadratisch, oder auch trapezförmig. Die Anlage diente ebenso astronomischen Beobachtungen wie Opferzeremonien.

Die Ruinen selbst geben für Nicht-Archäologen nicht allzu viel her. Bis vor kurzem waren sie noch militärisches Schießgelände. Heute kümmert sich die Banco Central um die Erhaltung der Inkastätte, welche bei blauem Himmel eine beeindruckende Rundumsicht frei gibt. Eintritt 1 USD. Von San Antonio de Pichincha, der einzigen Ortschaft beim Äquatordenkmal, geht es nochmals 3 km in nördlicher Richtung. Ein Taxi vom Monument aus kommt auf etwa 5 USD.

Papallacta

Auf der Route in den Oriente gelegen, fast zwei Stunden östlich vom Zentrum Quitos entfernt, wird der Name des Andendorfes trotz der für die Hauptstadt so wichtigen Station zur Trinkwasserversorgung, meist nur mit seinen heißen Thermalquellen in Verbindung gebracht. Die unterschiedlich temperierten Badebecken auf 3.700 Höhenmetern, zählen zu den schönsten und saubersten des ganzen Landes. Der Ort ist auch wegen der herben, unwirtlichen Paramo-Landschaft sehr lohnenswert. Eine Anlage mit gemütlichen cabañas und Restaurant, in dem es schmackhafte Forellenspeisen gibt, lädt zum längeren Verweilen ein. Manchmal läßt sich der Eisriese Antisana sogar beim Baden blicken (eher Dez./Jan.). Wochentags ist es besser, da in den heilenden Quellen weniger Kinder herumspringen, Eintr. 3 USD. Handtuch, adäquate Badekleidung oder eine Flasche Schampus sind selbst mitzubringen! 100m rechts vor den heißen Thermalquellen ist eine Übernachtung in der im Ranchostil erbauten Hostal de Montaña La Posada möglich.

Reetdächer, kleine Pools m. warmem Wasser, sehr sauber. Das Zimmer 13 hat einen privaten Whirlpool von den Thermalquellen gespeist (pro Pers. 22 USD), ansonsten ab 11 USD (Gemeinschaftsbad). Bei einer Übernachtung in dem Cabaña-Hotel ist der Eintritt zu den Termas frei. Reserv. in Quito unter der Telefonnummer 548521, Foch 635 y Reina Victoria, oficina 4 a.

Hinfahrt über die Carretera Interoceánica (Interozeanische Straße), die an der Ausfahrt in Richtung Osten nach Tumbaco (Partidero a Tumbaco) beginnt. Es geht gleich aus der Stadt raus, bzw. ins breite Tal von Tumbaco hinunter. Zuerst geht es nach Cumbaya, von vielen Quiteños an Wochenenden besucht, die erklärte Hauptstadt des fritierten Schweinefleisches, La Capital de la Fritada. Kurz darauf kommt auf 2.400m Höhe die Ortschaft Tumbaco mit ihrem milden Frühlingsklima. Die Straße steigt dann rechts am Städtchen Pifo vorbei langsam auf den Pass La Virgen hoch.

Die vor Pifo zu überquerende Eisenbrücke liegt 90m über dem Fluß Chinche und ist die erste Bungee-Sprungbrücke in Ecuador. Der Adrenalinspaß wird von Experten geleitet und kostet etwa 60 USD für zwei Sprünge. Da die durchgeführten saltos in die Tiefe viel Publikum anzogen und den Verkehr behinderten, wurden sie einstweilig nur noch sonntags gestattet. Voranmeldung bei Andes Bungee (Andes Adrenaline Adventures S.C.C.), Tel. in Quito 226071 o. 227896, Fax 508369, Barón von Humboldt 279.

Eineinviertel Stunden nach der Brücke erreicht die gut asphaltierte Straße, die Quito mit dem Oriente verbindet, den 4.050 m hohen “Paso de la Vírgen”.

uDirekt auf dem Passattel geht links ein kurvenreicher Jeepweg bis zu den Sendeantennen auf 4.300m hoch. Von dort aus ist der Ausblick auf das großartige Andenpanorama bei schönem Wetter unübertroffen!

uAuf der gesamten Wegstrecke nach Papallacta werden manchmal gebratene Forellen, empanadas (Teigtaschen) und eine Sorte Hüttenkäse vor strohbedeckten Imbißkiosken verkauft. Probieren!

Nach dem Pass windet sich dann die Straße zur Ortschaft Papallacta hinunter. Kurz vor dem Ort befindet sich ein dunkler Bergsee, an dem auch der Asphaltbelag endet. Wenige Kilometer weiter, kurz nach der oberirdischen Wasserleitung Papallacta - Quito, kommt links eine beschilderte Ausfahrt zu den termas (Thermalquellen). Weiter oben am Weg zu den baños termales befindet sich eine große Forellenaufzuchtanlage, die von der japanischen Regierung finanziert wurde.

Ein Bus der COOP. REINO DE QUITO unterhält an Wochenenden eine sporadische Verbindung direkt zu den Thermalbädern. Startpunkt ist die Kuchenbäckerei Pastelería Chantilly an der Ecke Roca 747 u. Av. Amazonas, Tel. 229488. Abfahrtszeiten: Sa, So u. Feiertage 7.30 Uhr, Rückkehr 15 Uhr. Nachchecken! Kleinere Agenturen bieten manchmal günstige Fahrten zu den Bädern an. In den Reisebüros danach fragen!

Weiterhin ist es möglich vom Terminal Terrestre oder dem Partidero a Tumbaco in Quito mit jedem beliebigen Bus in den Oriente nach Papallacta zu gelangen. Täglich gibt es jede Menge Verbindungen. Sitzplätze sind nicht immer vorhanden. Dem Fahrer Bescheid geben, vor der Ortschaft aussteigen, und die 40 Minuten bergauf zu den Thermalbädern zu Fuß zurücklegen.

Noroccidente
Dieses Gebiet umschreibt den Nordwesten der Provinz Pichincha. Durch die relative Nähe zur Landeshauptstadt erfreut sich der Noroccidente immer größerer Beliebtheit. Für ein- o. mehrtägige Kurztrips in subtropische Gefilde, in märchenhafte Nebelwälder und zu glasklaren Flußbadestellen, sowie als Zwischenstop bei Fahrten an die Pazifikküste über die neue Fernstraße Calacalí - Nanegalito - Los Bancos - Puerto Quito, hat die bis vor wenigen Jahren kaum bereiste Region an Natureindrücken viel zu bieten. Für Ornithologen gilt der Noroccidente als das am einfachsten zu erreichende Vogelparadies Ekuadors. Insgesamt 600 Arten geben sich in den dichten Räuber-Hotzenplotzwäldern dieser nordwestlichen Andenausläufer ein Stelldichein.

Die alte Strasse nach Nono
Von der mehrspurigen Avenida Occidental in nördl. Richtung , geht 600m vor dem nach “Mitad del Mundo” führenden Verkehrskreisel, eine kleine Strasse links den Berg hoch. Nicht einfach zu finden! Die dort rechts von der Occidental herabführende Strasse heisst Calle Machala, und endet im Viertel von Cotocollao. Aufgrund der neuen Asphaltstrasse Calacalí - Nanegalito - Puerto Quito, wird dieses verschlungene Holpersträsschen über das Bergdörfchen Nono (25 km), und im weiteren Verlauf hinunter bis ins subtropische Mindo (80 km), heute kaum mehr benutzt. Busse gibt es so gut wie keine, camionetas zum Trampen nur ab u. zu, Geduld ist gefragt! Allradfahrern, Mountain Bikern u. Enduro-Freaks sei die kurvenreiche Ornithologen-Strecke jedoch ans Herz gelegt. Eine sehr reizvolle Alternative um über einen alten Andenpass in die Nebelwälder des Noroccidente zu gelangen, und das gerademal über die “Schulter” der Hauptstadt hinweg! Erdrutsche o. Unterspülungen sind übrigens keine Seltenheit, und zwingen manchmal zur Umkehr.

Nach etwa 2 Std. Fahrt, bei der Brücke im bereits warmen Tandayapa (62 km), teilt sich die Strasse. Rechts geht es in Richtung Nanegalito und Mindo weiter, wobei der alte Weg beim “Café Tiepolo” wieder auf die neue Asphaltstrasse trifft (nach 6 km). Links führt ein ein anderes Holpersträsschen zum 2.000m hoch gelegenen Bambus-Dom des Bellavista Cloudforest Reserve (600 ha, 6 km v. Tandayapa), einem kleinen Paradies für Erholungsbedürftige (Durchschnittstemp. 14-24 Grad). Nebelschwaden ziehen den Berg hinauf und durchkämmen die “schwitzenden” Bäume mit ihren Aufsitzerpflanzen, Kolibris umschwirren das aussergewöhnliche Domizil im Märchenwald. Morgens meist freier Blick auf die beiden Pichincha-Vulkane u. den Cotacachi. 8 USD im Mehrbettz., 4er cabaña 50 USD (Kochgelegenheit), 3 Tage/2 Nächte m. Vollpension, guide, u. Transport von u. bis Quito 95 USD pro Pers., Camping 5 USD pro Pers., alle Preise inkl. Parkeintritt. Lodge-Besitzer sind das britische Ehepaar Richard u. Gloria Parson. Es wird auch deutsch gesprochen. Reserv. sind vorteilhaft (“Safari-Tours” Quito). Detaillierte Infobroschüren liegen vielerorts im Touristenviertel La Mariscal aus (z. B. im Rest. “Superpapa”). Telefax in Quito 509255.

Reserva Biológica Maquipucuna
Das 4.500 ha umfassende Privatreservat (zusätzl. 14.000 h geschützter Urwald) im Noroccidente der Provinz Pichincha wurde erst 1988 ins Leben gerufen. In diesen beeindruckenden Nebelwäldern wird auf vier unterschiedliche Biozonen, zwischen den dichtbewachsenen und steilabfallenden Gebirgsrücken hingewiesen (1.200 bis 2.800 Höhenmeter).
Primäre Vegetation bedeckt fast die Fläche des gesamten Reservates. Epiphyten, Bromelien, Orchideen u. seltene Baumfarne gehören neben dem “kurzsichtigen” Brillenbären und über 300 Vogelarten zu den vielen Sehenswürdigkeiten dieses wenig besuchten Naturschutzgebietes. Ausgeschilderte Wanderpfade ermöglichen es dem Naturliebhaber die wunderschöne Gegend alleine zu durchstreifen und näher kennenzulernen. Gutes Schuhwerk ist dazu erforderlich!

Die Fundación Maquipucuna unterhält im Reservat eine attraktive Research Lodge, welche bis zu 22 Touristen unterbringen kann. Das freundliche Personal gibt hilfreich Auskunft über das Gebiet. Drei Schlafräume, Gemeinschaftsbad, Warmwasser, drei Mahlzeiten tägl., 45 USD pro Pers. u. Tag. Schlafsack u. Regenschutz sind mitzubringen! Umwelterziehung in den umliegenden Gemeinden wird unter anderem durchgeführt, sowie ökotouristische Programme angeboten. Eine Laboratorium-Station heißt Wissenschaftler aus der ganzen Welt willkommen.

Anreise: Mit dem Leihwagen sind es von Quito etwa zwei Stunden bis zum Reservatseingang in der Nähe des Dorfes Nanegal. Es geht nordwestl. auf die neue Asphaltstraße zur Küste, die am Äquatordenkmal vorbei, über Calacalí, Richtung Los Bancos und Puerto Quito führt. Nach eineinviertel Std. Fahrtzeit ist die Ortschaft Nanegalito erreicht. Kurz nach dem Ortskern rechts abzweigen. Auf dem grünen Schild an der Abzweigung steht: Pacto - Gualea - Nanegal. Weiter geht es auf einer Schotterstraße in ein Tal hinunter in Richtung Nanegal.

Von Nanegalito kann die Wegstrecke bis zum Reservatseingang auch in ca. zwei Std. zu Fuß zurückgelegt werden. In dieser Gegend besteht auch die Möglichkeit per Autostop mitgenommen zu werden.

Kurz vor Nanegal dann nochmal rechts weg von der Hauptpiste in Richtung des Dorfes Marianitas, bzw. Reserva Maquipucuna, Centro Ecoturístico Thomas H. Davis. Die Abzweigung ist ausgeschildert! In den Regenmonaten von Ende Jan. bis April/Mai ist auf diesem Abschnitt außer mit Jeeps oder zu Fuß wahrscheinlich nichts mehr zu machen. Die Straße zum Reservat geht zunächst an einer Fischaufzucht vorbei, wird allmählich schlechter, und endet nach wenigen Kilometern schließlich an einer Brücke über den Río Guayllabamba. Von dort sind es nur noch ein paar Schritte bis zur Lodge am Reservatseingang.

Es gibt einen Direktbus von Quito über Nanegalito nach Nanegal (COOP. TRANSS. MINAS). Dieser fährt einmal täglich um 13 Uhr hinter der Kirche San Blas in der Calle José Antepara ab. Uhrzeit nachchecken! Fahrtzeit: ca. 2 Stunden.

Außerdem besteht die Möglichkeit vom Terminal Terrestre mit jedem Bus in Richtung Los Bancos o. Puerto Quito in weniger als zwei Stunden bis nach Nanegalito zu gelangen (z. B. die COOP. KENNEDY). Ebenso geht 5 x tägl. ein TRANSS. MINAS - Bus von der José Antepara-Station in Quito über Nanegalito weiter in Richtung Küste runter.

Abfahrtszeiten:
6.30h, 10h, 12h, 13h (direkt bis Nanegal!), 15h u. 17h; Neuerdings gibt es auch vom Terminal Terrestre mit der Kooperative ALOAG / TACANDINA tägl. um 14 Uhr eine Direktverbindung nach Nanegal!

Mindo
70 km westlich von Quito, praktisch unter dem offenen Kratermaul des Vulkans Guagua Pichincha, liegt in einem großen subtropischen Talkessel die Ortschaft Mindo auf 1.250 m Höhe.

Von der neuen Asphaltstraße zur Küste, Calacalí - Los Bancos - Puerto Quito - La Independencia, geht es 20 Minunten hinter Nanegalito, kurz nach dem Straßenkaff Santa Rosa, links ab. Dann etwa 7 km in Serpentinen stetig bis nach Mindo runter. Die Ausfahrt auf einem breiten Höhenrücken ist ausgeschildert!

Wie viele Dörfer zwischen Sierra und Costa, strahlt auch dieses eine gemischte, farbenfrohe Atmosphäre aus. Die Mindeños selbst behaupten, aus beiden Regionen das jeweils beste zu besitzen, die Wärme der Tropen und die Nähe zur capital Quito im kalten Hochland. Die in Mindo vorherrschenden Jahrestemperaturen liegen zw. 18 u. 24 Grad, und die Niederschlagshäufigkeit ist wie überall in den Andenausläufern zum Tiefland hin sehr hoch.

Die knapp zweistündige Fahrt lohnt hauptsächlich wegen den unberührten Nebelwäldern, dem Vogelreichtum, und den wunderschönen natürlichen Badestellen in den Flüßchen der Umgebung. Das ganz auf Ökotourismus eingestellte Dorf verfügt über zwei Naturstiftungen, Amigos de la Naturaleza und Pacasso & Pacasso. Ein paar einfache Pensionen und Restaurants sind wahrscheinlich erst der Anfang eines zukünftig verstärkten Touristenstroms in die idyllische Gegend. Zuckerrohr, Bananen, Kaffee, Kakao, Yuca, Maracuya und guayabas (Guavenbirne) sind die Hauptprodukte der Region.

Das Biospektrum des 19.200 Hektar umfassenden Naturschutzgebietes Bosque Protector Mindo-Nambillo reicht von feuchtwarmem subtropischem Regenwald über bosque neblina (Nebelwald) bis hin zu den schroffen Kraterwänden des Guagua Pichincha auf über 4.000 m Höhe. Etwa 500 Vogelarten, darunter der brilliantrote Andenfelsenhahn (gallo de la peña), welcher seine schwindelerregenden Nester gewöhnlich in die Steilwände der schmalen Urwaldcanyons baut. Tukane, Papageien, Bergfasane, Reiher, Haubenspechte, Habichte, Eulen, Wildenten, Eisvögel, Quetzales, Tangaren, Mirlos, Kolibris, Kaziken u. and. Webervögel geben sich in den “Hänsel & Gretel”-Wäldern um Mindo ein Stelldichein. Mit sehr viel Glück stößt man auf das eine oder andere Säugetier, wie einem Vielfraß, einem Stachelschwein, einer Affenhorde, Brillenbären oder Raubkatzen (Pumas u. Ozelots).

Neben vielen Medizinalpflanzen, azurblauen Morphofaltern, schmarotzenden Epiphyten und fabelartigen Orchideen, wachsen eine Vielfalt von Baumsorten in dem geschützten Wald: Zedern, Eichen, Zimt- u. Gummibäume, sowie tangaré, teme, colorado oder motilón.

Die Fundación Amigos de la Naturaleza, die ihre Umweltprogramme eng mit dem Ministerio de Agricultura y Ganadería MAG koordiniert, unterhält vier Kilometer von Mindo entfernt eine rustikale Urwald-Lodge (Refugio Enrique Grosse Lümmern). Ein Aufenthalt, inkl. drei Mahlzeiten u. Führer, kostet pro Pers. u. Tag 25-30 USD. Eigener Schlafsack muß mitgebracht werden! Das Büro in Mindo befindet sich auf der Hauptstraße fast an der plaza.

Die Fundación Pacasso & Pacasso ist eine private Stiftung und so etwas wie ein Konkurrenzunternehmen zu den “Naturfreunden”. Ein- bis dreitägige Wanderungen m. passionierten Ornithologen, drei Mahlz. plus Übern. in einem Räuber Hotzenplotz-Haustyp im Dorf (bzw. in der Waldhütte neben einem Wasserfallpool) kosten 25-30 USD täglich. Schlafsack, Wanderschuhe u. Regenponcho mitbringen! Zu kontaktieren im Hostal San Francisco.

Puerto Quito
140 km, bzw. 3 Busstunden nordwestlich von Quito, liegt die ökologische Cabaña-Siedlung Aldea Salamandra. Die rustikale Tropen-Lodge befindet sich etwa 300 Meter links von der Hauptstraße Hochland-Küste, keine 2 km vor dem Ort Puerto Quito, ist ausgeschildert! Tageswanderungen durch das kleine Regenwald-Reservat, Kayakfahrten u. LKW-Schlauch-Rafting auf dem Río Caoni, sowie etwa 300 Vogelarten, sorgen für seelisch-körperliche Abwechslung. Ein erholsamer Ort zum ausspannen u. rumhängen. Auch als Zwischenübernachtung auf der Fahrt nach, bzw. von Esmeraldas (105 km) sind die Baum- u. Strohdach-Hütten geeignet. Vegetarisches Frühstück u. Abendessen. Eine Taschenlampe, Badezeug, Insektenschutz u. event. Gummistiefel sind mitzubringen. Eine Übernachtung kostet 7 USD, eine Mahlzeit 3-4 USD, eine kl. geführte Exkursion 3 USD. Ebenso werden Übernachtungspakete inkl. Essen u. Führung angeboten. Ein vierwöchiger Aufenthalt (alles inbegriffen) kostet 285 USD pro Person. Studenten mit Ausweis erhalten 5 % Rabatt. Tel. in Quito: 222333 (Mi-Fr). Für kl. Gruppen sind Reservierungen von Sonntag bis Donnerstag nicht nötig.

von Volker Feser, Reisebuchautor

Lesen sie mehr dazu im Reiseführer Ecuador von Volker Feser

 
Mountain Climbing Tour Operator High Summits
High Summits Mountain Climbing Tour Operator
Ecuador Travel Galapagos Tours Amazon Tours
Ecuador Travel Galapagos Tours Amazon Tours
Hotel
Cuello de Luna
Hotel de Montaña Cuello de Luna
Ecuador Maps
  ExploringEcuador: Ecuador and Galapagos Islands Travel Guide (English)

ExploringEcuador: Guía de turismo y viajes en el Ecuador (Español)

Ecuador Top Sites:
Bergsteigen und Bergreisen Ecuador - Cotopaxi - Chimborazo
Hotel am Cotopaxi, Hacienda Cuello de Luna beim Nationalpark Cotopaxi
Galapagos Cruises and Climbing in Ecuador
SalsaReisen Tour Operator
Surtrek Tour Operator
Cotopaxi Besteigung, Chimborazo Bersteigung
Bergsteigen in Ecuador - Bergführer in Ecuador
Biken und Biking in Ecuador

Hosting, Diseño, Programación, Desarrollo de sitios Web Ecuador
Powered by ImpactoVisual